Joachim Kuhs

 

(D)RA(H)TLOS

Daß Rechner, Internet und eMail aus dem heutigen Büroalltag nicht mehr wegzudenken sind, ist sicherlich nichts Neues. Doch schon in naher Zukunft werden auch Kellner, Stewardessen, Hotelkaufleute und Bahnhofspersonal einschlägige Fachkenntnisse in ihrer Stellenbeschreibung vorfinden, da die Zahl der Einwahlpunkte für drahtloses Internet tagtäglich steigt und damit auch die Zahl derjenigen, die Hilfe benötigen. In einem für das in dieser Hinsicht eher unterentwickelte Deutschland vorbildlichen Pilotprojekt werden derzeit große Teile Hamburgs mit kostenlosen Zugriffspunkten ausgestattet. Auch kommerzielle Anbieter haben bereits die Witterung aufgenommen. Jedoch bezweifelt die Branche, daß sich damit Geld verdienen ließe – sieht man einmal von Ausnahmen wie der Lufthansa ab, deren ehemaliger Chef Jürgen Weber dafür sogar einen Bambi verliehen bekam. Als Musterbeispiel für nichtkommerzielle Vorhaben rückte jüngst die kalifornische Stadt Cerritos mit der flächendeckenden Vernetzung für ihre 50.000 Einwohner in die Öffentlichkeit, während in den übrigen Bundesstaaten eher die Serviceleistungen von Einzelhandel und Gastronomie dominieren. Es befassen sich auch zahlreiche Studien mit der Thematik, die den Aufholbedarf in Deutschland und die mangelhafte Qualität und Verfügbarkeit der Dienste anprangern, zumal bereits 2005 etwa 95 Prozent aller Notebooks mit „WiFi“ ausgerüstet sein dürften. Also neulich beim gemütlichen Mexikaner war die Netzabdeckung ganz hervorragend – durch die Anwohner, versteht sich! Und nach Weihnachten wird sie noch besser sein, ausplaudert Euer EROL STERN

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