Handyhistorie

Als 1958 die Deutsche Bundespost bestehende Funknetze zum öffentlichen, bewegten Landfunknetz (öbL) A zusammenfaßte, ahnten wohl nur Science-Fiction-Autoren, welches Ausmaß die mobile Telefonie einmal erreichen würde. Zehn Jahre später war eine Netzabdeckung von 80 Prozent erreicht. Die ca. 10.000 Nutzer wurden noch von Hand vermittelt. Ein Autotelefon wog seinerzeit 16 kg und kostete mit 8.000,- DM soviel wie ein ganzes Auto (Handies sind auch nicht billiger – gemessen am Kilopreis). 1972 wurde es durch das B-Netz (Kapazität 16.000 Nutzer) abgelöst. Die Kunden konnten bereits selbst wählen, wollte man jemanden jedoch im Auto anrufen, mußte man wissen, in welchem Vorwahlbereich er sich gerade aufhielt. Das 1986 in Betrieb genommene C-Netz war in dieser Beziehung schon praktischer. Mit ihm kamen auch die ersten tragbaren Geräte, die sogenannten „Porties“ in Form kleiner Köfferchen, später auch sperrige Handies. Das C-Netz geriet wegen seiner leichten Abhörbarkeit etwas in Verruf. Auch Betrüger nutzten diese Schwachstelle der Analogtechnik, um Anrufer auf ihre 0190er-Nummern zu lenken. 1991 folgten die heutigen digitalen D-Netze und wenig später die (technisch ähnlichen) E-Netze mit mittlerweile über 50 Millionen Nutzern. Auch das Handy („Yuppie-Knochen“) war geboren. Surftip: Unter handymuseum.de findet Ihr Ausführlicheres und die weltweit größte Promi-Handy-Sammlung. Mr. Spock mit seinem Tricorder wäre sicher neidisch auf die kleinen Dinger. Doch „beamen“ können sie immer noch nicht, mäkelt Euer EROL STERN

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