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Nach Veröffentlichung von Beleidigung: Facebook sperrt Kolumnistin Anabel Schunke

Nach Veröffentlichung von Beleidigung: Facebook sperrt Kolumnistin Anabel Schunke

Nach Veröffentlichung von Beleidigung: Facebook sperrt Kolumnistin Anabel Schunke

Anabel Schunke
Anabel Schunke
Das Facebook-Profil von Anabel Schunke Foto: Screenshot Facebook/Anabel Schunke
Nach Veröffentlichung von Beleidigung
 

Facebook sperrt Kolumnistin Anabel Schunke

Facebook hat erneut das Profil der Journalistin Anabel Schunke gesperrt. Schunke hatte die beleidigende Nachricht eines Nutzers und ihre Reaktion darauf gepostet. „Ich wurde quasi sexuell belästigt, veröffentliche dies – auch um zu zeigen ‘Wehrt Euch!‘, aber letztlich werde ich dann für die Wortwahl des Anderen bestraft“, kritsierte sie die Maßnahme gegenüber der JF.
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BERLIN. Facebook hat erneut das Profil der Journalistin Anabel Schunke gesperrt. Zwar ist die Seite noch abrufbar, aber Schunke kann nun 30 Tage lang keine Beiträge veröffentlichen, kommentieren oder Nachrichten schreiben. Es ist mittlerweile die dritte Sperrung der Autorin, die für Tichy’s Einblick und die Huffington Post schreibt.

Schunke hatte die beleidigende persönliche Nachricht eines Nutzers, sie bräuchte „mal so einen richtigen Kanak Schwanz“, und ihre Reaktion darauf veröffentlicht. Den konkreten Grund könne man nicht genau sagen, da Facebook in seiner Mitteilung zur Sperrung lediglich allgemein auf seine „Gemeinschaftsstandards“ verwiesen habe. Das soziale Netzwerk habe sich aber wohl an dem Wort „Kanak Schwanz“ gestört, vermutet Schunke gegenüber der JUNGEN FREIHEIT.

„Wollte zeigen: ‘Wehrt Euch!‘“

Belästigung von Anabel Schunke

„Ich wurde quasi sexuell belästigt, veröffentliche dies – auch um zu zeigen ‘Wehrt Euch!‘, aber letztlich werde ich dann für die Wortwahl des Anderen bestraft. Das ist ein fatales Signal an Frauen, sich im Zweifelsfall lieber nicht zu wehren“, sagte sie der JF. Dabei sei es wichtig, solche Vorfälle öffentlich zu machen und junge Frauen dazu zu ermutigen. Viele Frauen würden aus Scham derartige Geschehnisse nicht ansprechen.

Durch die Sperrung sei sie nicht nur einfach „stumm geschaltet“, sondern habe auch wirtschaftliche Nachteile, da Kommentieren, Beiträge schreiben und Live-Diskussionen in dem sozialen Netzwerk Teil ihrer Arbeit sei. Außerdem habe sie für die Weihnachtszeit eine Spendenaktion über Facebook für Obdachlose und für ein Tierheim geplant.

Schunke hofft mit Hilfe bereits eingeschalteter Anwälte eine Aufhebung der Sperre bewirken zu können. (gb)

Das Facebook-Profil von Anabel Schunke Foto: Screenshot Facebook/Anabel Schunke
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