Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk
 

Luxus-Rücklage für WDR-Intendantin

KÖLN. Funktionäre des WDR können sich nach ihrem Ausscheiden wohl über üppige Pensionen freuen. Wie die Bild-Zeitung berichtet, weist der Geschäftsbericht des WDR alleine für die ausgeschiedene Intendantin Monika Piel eine Rücklage von 3,1 Millionen Euro aus. Ein Angestellter, der vierzig Jahre lang Höchstbeträge in die Rentenkasse eingezahlt hätte, würde einen Renten-Barwert von lediglich 350.000 Euro erzielen, rechnet die Zeitung vor.

Eine Auskunft, wie hoch die tatsächliche monatliche Rentenzahlung ist, verweigert der Sender. „Aus Datenschutzgründen können dazu keine Angaben gemacht werden“, sagte Sprecher Birand Bingül. Die 62 Jahre alte Piel arbeitete insgesamt 38 Jahre für den WDR, zuletzt stand sie von 2007 bis zu ihrem Ausscheiden im April der größten Sendeanstalt der ARD als Intendantin vor. „Ich habe mein Soll für die Rentenkasse erfüllt“, sagte sie bei ihrem Abschied.

Rentenexperten schätzten für die Bild-Zeitung Piels monatliche Bezüge auf rund 12.500 bis 14.500 Euro. Eine genauere Schätzung ist nicht möglich, da der WDR seinen Altersversorgungstarif nicht bekanntgibt. Allerdings weist der Geschäftsbericht auch für Hörfunk-Direktor Wolfgang Schmitz einen Rentenanspruch von 1,42 Millionen Euro aus. Seine TV-Kollegin Verena Kulenkampff kommt auf Ansprüche von 1,87 Millionen Euro. Für Verwaltungsdirektor Hans Färber wurden Rücklagen von rund zwei Millionen Euro gebildet. (FA)

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