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Ein Schlüsselband mit dem Google-Logo Foto: picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka
Ein Schlüsselband mit dem Google-Logo Foto: picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka

In der Bildersuche
 

Google paßt Algorithmus an Diversitätsvorgaben an

KALIFORNIEN. Google hat seinen Algorithmus bei der Bildersuche geändert. Die Veränderung soll vermeintlich rassistische Vorurteile bei der Ermittlung von Suchergebnissen vermeiden helfen. „Wir haben damit begonnen, die Bildersuche von Google so zu verbessern, daß dabei eine größere Vielfalt an Hautfarben vorkommt, damit mehr Leute hilfreiche Suchergebnisse erhalten“, sagte ein Sprecher des amerikanischen Internetgiganten laut der Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag.

Ergebnisse zu Suchanfragen wie etwa „schöne Haut“, „Frau“ oder „glückliche Familie“ sollten nun mehr Menschen verschiedener Herkunft abbilden. Man befinde sich noch in einer frühen Phase des Vorhabens und experimentiere mit unterschiedlichen Möglichkeiten, die Suchergerbnisse diverser zu gestalten.

Google will auch Fototechnologie diverser gestalten

Ebenfalls am Dienstag kündigte das Technologie-Unternehmen an, seine Kameratechnologie in Zukunft auf die Abbildung von Vielfältigkeit hin zu entwickeln. So sollen etwa die Gesichtserkennung bei Menschen unterschiedlicher Herkunft verbessert und Nuancen von Hauttönen genauer wiedergegeben werden.

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„Fotos spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, wie wir andere Menschen und die Welt um uns herum sehen. Rassistische Vorurteile haben historisch auch in der Kameratechnologie dazu geführt, daß Farbige übersehen und ausgegrenzt wurden“, teilte das Unternehmen mit. Google erkenne an, in der Vergangenheit Schwierigkeiten mit diesem Problem gehabt zu haben, sei aber auch darum bemüht, mit neuen Produkten zu dessen Lösung beizutragen.

Dem Internetunternehmen wird immer wieder vorgeworfen, sich bei seinen Entscheidungen von einem zweifelhaften Weltbild leiten zu lassen. 2017 wurde der Google-Ingenieur James Damore gefeuert, weil er in einem intern verbreiteten Memo eine „ideologische Echokammer“ innerhalb der Firma kritisiert hatte. „Die linken Vorurteile bei Google haben eine politisch korrekte Monokultur erschaffen, die ihre Existenz dadurch absichert, daß sie Abweichler zum Schweigen bringt“, heißt es in dem damals veröffentlichten Papier. (fw)

Ein Schlüsselband mit dem Google-Logo Foto: picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka
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