Polizisten eines Spezialeinsatzkommandos während der Razzia in Leipzig Foto: picture alliance/dpa
„United Tribuns“

Großrazzia gegen Organisierte Kriminalität in Leipzig

LEIPZIG. Die Polizei ist in Leipzig am Donnerstag mit einem Großaufgebot gegen die Organisierte Kriminalität vorgegangen. Mehr als 500 Polizeibeamte und Steuerfahnder durchsuchten Büros und Wohnungen im gesamten Stadtgebiet. Straßenbahnen wurden wegen des Polizeieinsatzes gestoppt. Der Einsatz dauerte bis in den Abend hinein.

Grund der Maßnahme sei ein Beschluß des Amtsgerichts Leipzig, zitiert die Bild den Sprecher des Landeskriminalamtes Sachsens, Tom Behrend. In dem Verfahren ginge es um den Verstoß gegen das Waffengesetz und um den Verdacht der Steuerhinterziehung.

„United Tribuns“-Clubheim durchsucht

Einer der Schwerpunkte der Razzia ist die Eisenbahnstraße. Dort wurde schon am Mittag das Clubhaus der sogenannten Straßengang „United Tribuns“ durchsucht. Der Leipziger Vize-Chef der aus Baden-Württemberg stammenden Rockergruppe sei ein Iraner.

Die Durchsuchungen stünden nicht im Zusammenhang mit einer Schießerei im Juni 2016 in der Eisenbahnstraße. Damals gab es einen Toten und drei Schwerverletzte, alle vier gehörten den „United Tribuns“ an. 14 Personen, ausschließlich Mitglieder der Hells Angels, wurden später vorläufig festgenommen. (mec)

Polizisten eines Spezialeinsatzkommandos während der Razzia in Leipzig Foto: picture alliance/dpa

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