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Sprachkosmetik

Die Bundesregierung, so verkündete letzten Montag ihr Sprecher Bela Anda, will den Begriff „Hartz IV“ nur noch selten verwenden, er sei „kalt und technokratisch“ und inzwischen „äußerst negativ besetzt“. Da muß man fragen: Wieso „inzwischen“? Er hatte von Anfang an einen schlechten Klang. „Hartz“, das erinnert an Quarz, Schwarz, Knarz usw., alles eher Unerfreuliches, das miese Gefühle weckt. Außerdem: „Hartz IV“, das läßt fast an Arbeitslager denken. Wer nicht in Hartz I, II oder III hineinpaßt, der kommt kurzerhand nach Hartz IV. Allerletzter Dreck! Nun also will die rot-grüne Regierung ein freundlicheres Wort finden. Aber welches? Freundliche, positiv besetzte und zugleich glaubhafte Wörter für verkorkste Tatbestände sind rar. Und sie liefern keine Korrektur, höchstens Tünche. (tha)

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