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Ästhetische Provokationen

Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis einer den ersten Stein nach dem Tod Leni Riefenstahls werfen würde. Als habe die Auseinandersetzung um die politischen Implikationen ihres Werks sowie die persönlichen Verstrickungen während der NS-Zeit und ihren Umgang damit nach Kriegsende nicht bereits zu Lebzeiten der Filmemacherin und Fotografin stattgefunden, will eine neue Ausstellung jetzt den Riefenstahl-Mythos dekonstruieren und Legenden widerlegen. Ein Jahr nach ihrem Tod – sie starb am 8. September im Alter von 101 Jahren (JF 38/03) – zeigt das Ernst-Barlach-Museum in Wedel die Retrospektive „Leni Riefenstahl. Fotografie, Film, Dokumentation“. Nach Angaben der Kuratoren Ina Brockmann und Peter Reichelt ist es die erste Ausstellung, die nicht von der Künstlerin selbst kontrolliert und autorisiert wurde. Anhand von mehr als 400 Exponaten – Fotografien, Filmmaterial, Plakaten, Dokumenten und Briefen, darunter sollen viele bislang unveröffentlichte Stücke sein – ordne die Ausstellung das Werk Riefenstahls, ihre „außergewöhnlichen ästhetischen Provokationen“, in den historischen und biographischen Kontext ein, beleuchte Hintergründe und Zusammenhänge. Auf den Erkenntnisgewinn darf man gespannt sein. Die Ausstellung „Leni Riefenstahl – Fotografie, Film, Dokumentation“ ist bis zum 14. November im Ernst-Barlach-Museum, Mühlenstr. 1, 22880 Wedel, täglich außer montags von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Info: 0 41 03 / 91 82 91

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