Markus Krall Freiheit oder Untergang

 

Besinnung auf das Wesentliche

Neuere Untersuchungen über die Einstellungen zur Kirche wie auch zur Religiosität in Deutschland belegen eindrucksvoll, daß sich das Christentum im gesamtgesellschaftlichen Raum bereits seit längerer Zeit in Richtung völlige Bedeutungslosigkeit bewegt. Auch die katholische Kirche ist nicht mehr gesellschaftlich prägend, ihre Grundlagen in Geschichte, Schrift und Theologie sind heute kaum noch jemandem nachvollziehbar. Kirchenbesuch und Taufzahlen gehen dramatisch zurück, aber noch weit bedenklicher ist es, daß in der Kirche selbst so wenig dagegen unternommen wird. Prinzipiell müßte aus einer derartig deprimierenden Bestandsaufnahme heraus eine ehrliche Neubesinnung auf das Wesentliche ihres Auftrages erfolgen: Gottes Botschaft wieder in die Mitte des kirchlichens Lebens zu stellen. Dieser großen und wagemutigen Aufgabe haben sich die in der „actio spes unica“ vereinten glaubenstreuen Katholiken gewidmet. In der Erkenntnis, daß die Gesellschaft die Kirche erst dann wieder ernst nimmt, wenn sie mit einem deutlichen Profil, gewonnen durch eine Rückbesinnung und durch das Aufzeigen des wahren Erscheinungsbildes der katholischen Kirche in Predigt und Vortrag, auftritt, konzentriert man sich auf die traditionelle Selbstverständlichkeit der Kirche vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) und die große Heimkehr der Orthodoxie. Mit den „actio spes unica“-Briefen wird einer philosophisch akzentuierten Konzilskritik im Sinne der Priesterbruderschaft St. Pius X. der Weg gewiesen. Die humanitaristische Generallinie des Konzils scharf verurteilend, erteilt man – jenseits einer sentimentalen Religiosität und naiven „Gläubigkeit“ – der Irrlehre, die Kirche sei ein Partner der Welt und müsse mit ihr in einen Dialog eintreten, eine deftige Abfuhr. Tatsächlich gab es bis zur Ära Johannes XXIII. für die Kirche keine Versöhnung mit der Welt, weil sie gemäß der Vater-unser-Bitte dachte und handelte: „Zu uns komme dein Reich!“. Nach dem Bruch mit der gesamten Tradition der heiligen Kirche auf der Zweites Vatikanisches Konzil genannten Bischofsversammlung in Rom schwenkten diese jedoch um und gaben den „Absolutheitsanspruch“ der Kirche auf, um der Welt die „Versöhnungsbedingungen“ zu erfüllen. Der Vormarsch der Modernisten in der nachkonziliaren Kirche, die umstrittene Neue Meßordnung, der fröhliche Ritt Satans in den Innenraum der Kirche, die schleichende Feminisierung des Katholizismus durch häretische Theologen und Kleriker sowie die leichtfertig zerstörten Quellen der Erlösung und des Glaubens lassen die gläubigen Katholiken an dem, was sich heute als Kirche darstellt, tief leiden. Gegen diese Besetzung, Verfälschung und Entstellung des offiziellen Raums der Kirche kämpfen die in der „actio spes unica“ vereinten glaubenstreuen Katholiken im Sinne ihres im Jahre 1987 einem Ritualmord zum Opfer gefallenen Pfarrer Hans Milch. Anschrift: Schulstr. 7, 65975 Hattersheim

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