„Professx“ Hornscheidt

Die Ausrichtung von Wissenschaft und Forschung auf die Ideologie des „Gender Mainstreaming“ führt zu seltsamen Blüten. Selbsternannte Sprachpolizisten finden in ihrem aus Steuergeldern bereiteten warmen Nest ein breites Betätigungsfeld vor. Die teuren und unnötigen Lehrstühle für „Gender Studies“ betreiben eine lächerliche Scheinwissenschaft und ruinieren damit bei den wirklich Gebildeten den Ruf der gesamten Universität.

Feministische Seilschaften gewinnen in der Folge immer mehr die Oberhand. Vorreiterin ist die Berliner Humboldt-Universität, die offenbar systematisch ihren eigenen wissenschaftlichen Niedergang betreibt. Dort wurde unlängst ein Spitzen-Mathematiker nur deswegen von einer Professur ausgeschlossen, weil er ein Mann ist. Wie „Der Spiegel“ berichtet, gibt es an der Universität einen internen Vermerk, daß für „vorgezogene Neuberufungen“ ausschließlich Frauen in Frage kommen. Da hat der Vater dreier Kinder leider Pech gehabt.

Besondere Aufstiegsmöglichkeiten haben Frauen wie die Sprachwissenschaftlerin Antje Hornscheidt, die sich keinem Geschlecht zuordnen lassen will. Die Professorin für „Gender Studies und Sprachanalyse“ bekennt: „Ich möchte mich in der Anrede nicht als Frau oder Mann identifiziert finden.“ Deswegen hat sie ihren Vornamen „Antje“ abgelegt und ihn durch „Lann“ ersetzt. Ihre Identitätsunsicherheit hat sie in dem Gedicht „LANN“ verarbeitet. Sie schreibt darin: „DIE GENDERVERUNEINDEUTIGUNG / IST HIER / IST JETZT“. Sie klagt in dem Gedicht über Psychiater und über das Rechts- und Medizinsystem. Es sei respektlos, wie ihre Eltern sie nach der Geburt zugerichtet hätten.

Humboldt, hilf!

So bedauerlich ihr Schicksal sein mag, die Gender-Ideologie bietet ihr die Möglichkeit, die Allgemeinheit mit ihren persönlichen Problemen weit über das Erträgliche hinaus zu belasten. Da Hornscheidt in ihrer Professur nichts wirklich Wissenschaftliches zu tun hat, lebt sie darin ihren Identitätskonflikt aus, indem sie versucht, alle anderen mit hineinzuziehen und ihnen eine bestimmte Sprache vorzuschreiben.

In der von der Humboldt-Universität finanzierten „AG Feministisch Sprachhandeln“ hat sie mitgeholfen, einen Leitfaden „für antidiskriminierende Sprachhandlungen“ zu erstellen. Hornscheidts Lieblingssprachform ist dabei die „x-Form“. „Das X durchkreuzt herkömmliche Personenvorstellungen“ meint sie und nennt sich selbst „Professx“ (auszusprechen: „Professix“). Als Beispielsatz gibt der Leitfaden an: „Dix Studierx hat in xs Vortrag darauf aufmerksam gemacht, dass es unglaublich ist, wie die Universität strukturiert ist, dass es nur so wenige schwarze Professxs gibt.“ Solche Sätze weisen darauf hin, daß der Beutezug der Wissenschaftsfeinde an unseren Hochschulen, den wir Steuerzahler auch noch finanziell fördern, noch lange nicht zu Ende ist. Humboldt, hilf!

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