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Der Wille zur Macht – Dritter Teil

Die Partei, sie drängt sich zwischen die Beziehungen von Mensch zu Mensch. Damit schiebt sie sich aber auch zwischen die Machtverhältnisse, die Menschen naturgemäß zueinander haben. Waren es aber zuvor Machtverhältnisse, welche die Menschen unter sich austariert haben, so müssen sie dies nun über die Partei erreichen. Jeder, auch der Charismatiker an der Spitze, muß sich ihrem Beschluß fügen. Die Partei, sie beginnt ein eigenes Leben zu entwickeln. Ein wirklicher, schuppenbedeckter Leviathan bildet sich heran.

Dieser Leviathan, was durchpulst ihn als Lebenskraft? Es ist der reine, von den individuellen Beimischungen befreite Wille der einzelnen. Da diese einzelnen aber, wie gezeigt wurde, im Wunsch zusammenkamen, ihr jeweiliges Auskommen zu finden, so pflanzt sich auch nur dieser Wunsch fort. Dieser Wunsch aber, er äußert sich als Wille zur Macht. Die Partei also, das ist der reine, abstrakte Wille zur Macht. Die Macht ohne Ziel, ohne Ende, ohne natürliche Grenze. Die reine Macht um ihrer Selbst willen.

Der Partei muß sich alles beugen

Das also durchpulst die Partei als Lebenskraft. Es der Wille zur Macht und sonst nichts. Ohne diesen ist sie nichts, weniger als einige Häuflein Lehm. Wird ihr jedoch dieser Odem eingeblasen, so gewinnt sie Herrschaft über Menschen, Völker, Länder. Ihr müssen sich alle beugen, ihr huldigen und noch das Persönlichste als Opfer anbieten. Sie nimmt dieses Opfer an, prüft es, spürt nach, wieviel in dem einzelnen noch an Individualität vorhanden ist, oder wie weit er bereits in der Masse aufgegangen ist.

Wer zu sehr seiner Individualität verhaftet bleibt, der mag in den unteren Rängen der Partei überdauern. Er mag der Bewegung der Vergangenheit nachblicken, ihren sozialen Idealen nachtrauern, sich für Handlangerdienste hergeben, aufsteigen wird er nicht. Wer aber mit wachem Auge erkennt, wie hier eine aufstrebende Macht Möglichkeiten schafft, durch die er sein Auskommen finden kann, und bereit ist, für dieses Auskommen jedes persönliche Opfer zu bringen, den nimmt die Partei gerne auf.

Diesen Menschen lädt sie ein, ihr Innerstes zu erkunden. Und mit jeder Stufe, die er aufsteigt, muß er sich ein weiteres Stück seiner Individualität entledigen, bis nichts mehr übrig bleibt, bis er ganz zur Hülle geworden ist. Eine Hülle, ganz ohne Eigenschaften, ohne Inhalt, beliebig austauschbar. Was sie bewegt, was sie noch belebt, das ist der abstrahierte Wunsch, ein Auskommen zu finden. Ist dieser Punkt erreicht, drückt sie den einzelnen zu Boden und spritzt in seine Leere ihren Samen.

Der Neue Mensch als das Endziel

Das also ist das Endziel allen Verlangens. Ein Mensch ohne Eigenschaften, ohne Identitäten. Keine Familie, in der er sich widerspiegeln, kein Volk, dem er sich zugehörig fühlen, noch nicht einmal ein Geschlecht, welches ihm eine soziale Rolle zuweisen kann. Alles das hat er nicht, er ist selber ein Nichts. Der Neue Mensch, der nicht als einzelner, sondern nur als Masse betrachtet werden kann. Masse-Mensch neben Masse-Mensch, geeint nur in dem Wunsch, das eigene Auskommen zu finden.

Damit hat diese identitätslose Mensch-Masse jedes normale Sozialverhalten verloren. Sozial unfähig braucht sie so eine Institution, die sie organisiert, die ihre Elemente in ein Verhältnis zueinander setzt, die diesen sagt, wer sie sind. Das aber kann nur die Partei sein. Nur durch diese sind sie, ohne sie sind sie nichts. Die Züchtung des Neuen Menschen ist daher für die Partei lebensnotwendig. Nur dieser kann Hülle für das sein, was als unbedingter Wille zur Macht Fleisch werden will. Gebärender eines neuen Gottes ist er.

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