Die Ökopfuscher

Der Friedensnobelpreis war auch schon einmal mehr wert. Die Verleihung an Barack Obama spricht Bände, schließlich bekam er den Preis als Vorschußlorbeere. Wer jedoch glaubt, dies wäre die größte Fehlleistung des Komitees gewesen, muß seine Ansicht korrigieren. Noch schlimmer war sie im Jahr 2007. Damals bekam der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) – besser bekannt als Weltklimarat – gemeinsam mit Al Gore den Friedensnobelpreis.

Bis vor kurzem strotzte das Gremium vor moralischer Überlegenheit. Wissenschaftler, die sich nicht dem Glauben anhängen, die Erderwärmung sei ausschließlich auf die von Menschen verursachte Kohlendioxid-Erhöhung in der Atmosphäre zurückzuführen, wurden als „Klima-Leugner“ verunglimpft, in Anlehnung an die Holocaust-Leugner, die ja bekanntermaßen auf derselben Stufe wie Kinderschänder und Tierquäler stehen.

Seit der Ehrung sind nun zwei Jahre vergangen. Seitdem hat der IPCC seine Glaubwürdigkeit vollständig verspielt. In den publizierten Arbeiten tauchten gravierende Fehler auf, Wissenschaftler manipulierten Studien oder versuchten gegenläufige Meinungen zu unterdrücken. So etwas ist noch nicht schlimm, schließlich gibt es in jeder Institution schwarze Schafe.

Bergsteiger-Magazine als Quelle

Richtig schäbig ist allerdings der Umgang mit solchen Mißständen. Aufgeflogen ist alles erst, nachdem interne E-Mails an die Öffentlichkeit gelangten. Dort zeigten sich die ganzen Machenschaften: Peer-Reviews erfolgten nicht nach wissenschaftlichen Gütekriterien, sondern nach Gesinnung, widersprechende Meinungen wurden unterdrückt, genehme gefördert. Anderslautende Meinungen wurden bei der Veröffentlichung behindert, eigene Fehler vertuscht.

Nun prüfen seriöse Wissenschaftler die Publikationen des IPCC. Fündig werden sie in allen möglichen Ecken: Die Behauptung von schmelzenden Himalaja-Gletschern stammte nicht aus eigener Forschung, sondern wurde vermutlich von einer Publikation des WWF abgeschrieben, genauso wie Aussagen vom schwindenden Regenwald. Bergsteiger-Magazine, fehlerhafte Messungen und Aussagen von politisch genehmen Politikern genügten oft als Quellen. Täglich tauchen neue Schlampereien auf, selbst die Ökopresse kann sich dem nicht mehr verschließen.

Verschiedene Wissenschaftler befürchten inzwischen, der Weltklimarat und seine Ökopfuscher werden wegen der vielen Pannen nicht mehr ernst genommen. Die sogenannten „Klima-Leugner“ haben dazu wohl eine andere Meinung: sie hoffen, daß dies so bleibt.

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