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Chlor, Clans und Chaos

– so könnte die Überschrift lauten für das Spektakel, das sich am vergangenen Samstag in Berlin-Neukölln abspielte. Etwa sechzig Mitglieder ausländischer Familienclans waren am Sonnabend im Freibad am Columbiadamm in Streit geraten und hatten sich eine Schlägerei geliefert. Da das Sicherheitspersonal der Situation nicht mehr Herr wurde, mußte die Polizei anrücken, die schließlich das Bad mit seinen etwa 7.000 Gästen räumen ließ. Dabei konnten auch die Schläger unerkannt entkommen. Es war nicht der erste Vorfall dieser Art.

Auch im August des vergangenen Jahres kam es schon zu Tumulten im Columbiabad. Weil „gegen die Badeordnung verstoßen“ wurde, bekamen damals 50 Besucher Hausverbote. Bei den Störenfrieden handelte es sich „um Kinder, Jugendliche und junge Männer zwischen elf und 24 Jahren. Fast alle sind türkischer oder arabischer Herkunft“, hieß es im Berliner Tagespiegel. Zur Begründung für die Tumulte wurde der Sprecher der Bäderbetriebe damals wie folgt zitiert: „Sobald es drei Tage hintereinander heiß sei, rasteten immer wieder Badegäste aus und benähmen sich daneben“.

Ach so, die heißen Temperaturen waren also schuld an den Tumulten im vergangenen Jahr. Dann lag es auch bestimmt nur an der Hitze, daß es vor gut einem Monat im Stadionbad in Wien zu einer wahren „Prügel-Orgie“ kam: „Bis zu 200 Personen gingen aufeinander los. Die Ausländergruppen wurden größer, die Waffen gefährlicher: Mit Messern und Krücken attackierten sich die Tobenden gegenseitig“, schildert die Kronen-Zeitung das Geschehen.

Konkurrierende Großfamilien

Was ist da los? Es sind doch nicht die hohen Temperaturen, die diesen Menschen den letzten Funken Verstand quasi haben verdunsten lassen? Es ist eine Frage der Erziehung und des durch das Elternhaus gelehrten Anstands, daß man sich – auch wenn die Sonne auf den Kopf brennt – nicht wie eine Horde Affen aufführt. Aber mit Erziehung kann es nicht weit her sein, wenn wir uns an die Vorkommnisse im Columbiabad in Berlin erinnern: Zwei konkurrierende Großfamilien (türkischer und arabischer Herkunft) prügeln aufeinander ein, weil sie in Streit geraten sind. Was soll ein Kind in so einer Familie lernen?

Wenn der innenpolitische Sprecher der Berliner CDU, Robbin Juhnke, ein konsequenteres Durchgreifen gegen die Täter fordert, dann ist dies grundsätzlich richtig – doch wie will man das erreichen?

Und vorab sollte man sich mehrere Fragen stellen: Warum ist es zur Schlägerei gekommen? Warum sind es so häufig türkische und arabische Familien, die sich prügeln? Worum „konkurrieren“ die eigentlich? Oder werden diese Menschen zu Gewalttätern, weil sie in einer großen Gruppe unterwegs sind und deswegen keine Verfolgung durch Behörden fürchten müssen? Wer bezahlt eigentlich die bis zu 12 Mann starke Sicherheitstruppe in diesem Bad?

Gewalttäter gehören bestraft

Unsinnig ist dagegen die Idee der Jungen Union in Berlin. Deren Landesvorsitzender Clemens forderte, daß „direkt nach Gewaltvorfällen das betroffene Schwimmbad eine Woche geschlossen bleibt“. Warum sollte man ein ganzes Freibad schließen, wenn sich mehrere Dutzend Asoziale danebenbenehmen? Was will man damit bezwecken? Daß der Normalbürger nicht mehr ins Freibad gehen kann, die Gewalttaten jetzt eventuell in einem Park um die Ecke oder in einem anderen Bad stattfinden? Es müssen andere Lösungen her:

1. Hausverbote für alle, die gegen die Badeordnung verstoßen, müssen verhängt und durchgesetzt werden.

2. Das Freibad muß zudem kameraüberwacht werden – auch wenn so etwas aufgrund der dort getragenen knappen Badebekleidung ein sensibler Bereich ist.

3. Alle politisch Verantwortlichen in Berlin müssen öffentlich diese Täter und die ausgeübte Gewalt ächten. Mit „Multikulti“ und „fremder Kultur“ hat das nichts mehr zu tun.

4. Gewalttäter gehören bestraft – immer und überall. Gemeinnützige Arbeit – gerne auch im Freibad – wäre angebracht. Nach mehreren Gewalttaten muß von Gesetzes wegen überprüft werden, ob diese Personen in Deutschland weiter geduldet werden können.

Am Ende muß jedoch langfristig die Ursache gefunden und bekämpft werden, meines Erachtens nach: mangelnde Erziehung, mangelnde Bildung, mangelnde Integration. Dort muß etwas geschehen, sonst ist (nicht nur) Neukölln verloren.

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