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Vorhang auf für Kaisers Wochenrückblick Foto: picture alliance/imageBROKER / JF-Montage
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Notbremse, Impfkamapgne und Cancel Culture
 

Kaisers royaler Wochenrückblick

Deutschland bewegt sich mit Riesenschritten auf den Bundeslockdown zu. Während viele Juristen, sogar im Kanzleramt selbst, davor warnen, daß die sogenannte Notbremse, die das Lockdown-Bundesgesetz darstellen soll, und vor allem die darin enthaltenen Ausgangsperren juristisch höchst angreifbar seien, sehen viele deutsche Journalisten ihre Hauptaufgabe weiterhin darin, mit viel Arroganz so ziemlich jeden zu beschimpfen, der sie mit Fragen oder Kritik beim Herunterrattern der von der Bundesregierung ausgegeben Zahlen stört. Eine, die sich dabei ganz besonders schlau vorkommt, ist die ZDF-Reporterin Nicole Diekmann.

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Wo andere ihren Kopf zum Denken gebrauchen, nutzt Diekmann ihren als Kopiergerät. Die Kolumnistin ist das Paradebeispiel für den typisch regierungsgefällig twitternden, öffentlich-rechtlichen Blubber-Kopf. Was sie und ihr Gehabe so anstrengend macht, ist gar nicht so sehr die Belanglosigkeit ihrer völlig austauschbaren Äußerungen an sich, sondern, daß sie dieses geistlos-zeitgeistige Copy-Paste-Geschwafel in ihrer maßlosen, gebührenfinanzierten Selbstüberschätzung tatsächlich für vorbildlicheren Journalismus hält.

Wobei sie, zumindest was die Ansprüche im eigenen Haus angeht, ja damit durchaus nicht ganz falsch liegt. Das Selbstbewußtsein, mit dem Diekmann auftritt und das von ihr Auswendiggelernte vorträgt, steht in keinem Verhältnis zum inhaltlich Gesagten. Sowieso hat sie in neun von zehn Fällen nicht einmal verstanden, worum es bei der Diskussion und der von ihr meist verhöhnten Kritik überhaupt geht.

Verfassungsgericht kippt Mietendeckel

Angela Merkel ist seit dieser Woche geimpft! Derzeit werden aus Regierungskreisen wohl so einige Stoßgebete zum Himmel geschickt, daß keine nennenswerten Nebenwirkungen auftreten. Wobei diese vermutlich auch nicht genannt würden. Denn auch ohne Anfälligkeit für irgendwelche Verschwörungstheorien dürfte klar sein: Nach dem PR-Supergau durch den mit Corona infizierten und vorher „fake-geimpften“ Günther Jauch kann sich die Impfkampagne der Bundesregierung keine weiteren imageschädigenden Nachrichten mehr leisten.

Andererseits wäre man im Gesundheitsministerium vielleicht ganz froh über einen zumindest temporären Rückgang der Nachfrage. Schließlich hat man sowieso noch immer viel zu wenig von dem Zeug, um alle Deutschen, oder auch nur alle die es wollen, „durchzuimpfen“.

Viele Tränen gab es in dieser Woche bei den Anhängern rot-rot-grüner Wohnungspolitik. Der Berliner Mietdeckel hat vom Bundesverfassungsgericht eines auf den selbigen bekommen. Daß das Lieblingsprojekt der Grünsozialisten weitgehend wirkungslos bis kontraproduktiv war, wenn es darum ging, neuen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, wußten wir schon lange.

Die Richter haben nun auch noch klargemacht, daß das in der Hauptstadt durch R2G neugeschaffene Gesetz auch noch verfassungswidrig ist. So etwas kommt in letzter Zeit ja immer häufiger vor. Bei den vielen Gesetzen und Neuregelungen, die in jüngster Vergangenheit von den Gerichten kassiert wurden, drängt sich einem langsam der Eindruck auf, daß die etablierten Parteien, die immer betonen, wie sehr sie das Grundgesetz gegen die „Gefahr von Rechts“ verteidigen, dieses selbst gar nicht so richtig kennen.

Linke Freiheitsfeinde canceln weiter

Wenn man sich in diesen Zeiten auf irgendwas verlassen kann, dann darauf, daß immer irgendwo jemand gecancelt wird. In dieser Woche traf es unter anderem eine Satire-Figur im Bayrischen Rundfunk (BR). Der Kabarettist Helmut Schleich spielte in einem satirischen Beitrag einen fiktiven afrikanischen Diktator und schminkte sich auch passend zu dieser Rolle. So weit, so normal und von der Kunstfreiheit gedeckt, würde jeder wirkliche Satire-Fan oder sonstige Befürworter der freien Kunst wohl sagen.

Die Freiheitshasser von Woko Haram aber haben sich dagegen über das „Blackfacing“ empört und beim BR selbst haben die Verantwortlichen „eine intensive Aufarbeitung gestartet“ und sich „darauf verständigt“, daß Maxwell Strauß (so der Name der gecancelten Figur, die einen afrikanischen Nachfahren des CSU-Urgesteins Franz Josef Strauß darstellen sollte) künftig nicht mehr auftreten wird.

Auch wenn man die vielen Opfer der linken Cancel Culture schon lange nicht mehr zählen kann, sprechen viele Linke noch immer nur von einer „angeblichen Cancel Culture“ und bestreiten, daß es so etwas wirklich gibt. Wären die Linken, die da so scheinbar ahnungslos daherreden, nicht in aller Regel dieselben, die die von ihnen bestrittene Cancel Culture als „Social Justice Warrior“ besonders stark befeuern und antreiben, könnte man das Ganze einfach unter Dummheit ablegen.

So aber ist ihre aufgesetzte Ahnungslosigkeit zynisch und verachtenswert. Wenn Linke im Zeitalter der politischen Korrektheit von einer „angeblichen Cancel Culture“ sprechen, dann ist das so, als würden Konservative von der „angeblichen Prüderie“ der fünfziger Jahre sprechen oder als würde irgendwer von der „angeblichen Unterdrückung“ der Frau im Islam sprechen. Wobei: Letzteres machen viele Linke ja tatsächlich auch.

Vorhang auf für Kaisers Wochenrückblick Foto: picture alliance/imageBROKER / JF-Montage
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