Einwanderer in einem Lager auf der griechischen Insel Lesbos Foto: picture alliance/NurPhoto
Grünen-Chef Habeck

Habecks politischer Kindermißbrauch

Nichts läßt sich besser für politische Agitation und Propaganda instrumentalisieren als Kinder in Not. Besonders zu Weihnachten. Das weiß auch Grünen-Chef Robert Habeck und fordert in moralischer Superhelden-Attitüde, Tausende Kinder aus griechischen Migranten-Lagern nach Deutschland zu holen. Sofort. Ohne Rücksicht auf die Bedenken anderer europäischer Staaten. Und natürlich ohne Obergrenze.

Kinderaugen entwaffnen. Wer einem leidenden Kind begegnet und ihm hilft, persönlich, mit eigener Kraft und eigenen Mitteln, handelt moralisch. Wer Bilder von leidenden Kindern benutzt, um den moralischen Reflex anderen aufzuzwingen und die Allgemeinheit dafür in Haftung zu nehmen, handelt hypermoralisch.

Wer politisch und verantwortungsethisch denkt, fragt nach den Ursachen der Not und wie diese abzustellen wären. Die meist pakistanischen und afghanischen Kinder sind nicht zufällig in griechischen Lagern gelandet.

Hypermoralist in Reinkultur

Sie wurden von ihren Eltern nach Europa gebracht oder geschickt auf das vor allem von Deutschland ausgesandte fatale Signal hin, dort würde jeder aufgenommen und vollversorgt. Sie drängen sich in den Lagern, weil die Türkei sie nach Griechenland durchwinkt und die griechische Regierung unfähig oder unwillens ist, illegal eingereiste Migranten ohne Asylanspruch wieder zurückzuschicken.

Wo eine verantwortungsvolle Politik ansetzen müßte, ist damit klar: Migrationsanreize abstellen, Druck auf Herkunfts- und Transitländer zur Unterbindung der Migration und zur Rücknahme der Migranten ausüben, Griechenland bei Grenzschließung und Abschiebungen unterstützen.

Aber Robert Habeck ist Hypermoralist in Reinkultur. Es geht ihm nicht um das Leid der Kinder, sondern darum, wie er sie für seine migrationspolitische Agenda – jeder soll kommen, keiner muß gehen – mißbrauchen kann. Er will selbst als Moralheld dastehen, aber die Folgekosten will er anderen aufzwingen: Den deutschen Steuerzahlern an erster Stelle, aber auch all jenen europäischen Nachbarn, die sich im Europa der offenen Grenzen gegen schrankenlose Migration sträuben. Sie sollen vom deutschen Moralimperialismus überrollt werden.

Eintrittskarte in den deutschen Sozialstaat

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Denn es bleibt ja nicht bei den Kindern, die als moralischer Rammbock herhalten müssen. Habeck will sie nur „zuerst“ holen. Danach kommen ihre Familien und Angehörigen. Überwiegend nicht nur ohne jeden Asylanspruch, sondern auch ohne jegliche Qualifikation oder Eignung für den europäischen Arbeitsmarkt. Und wenn sich in den Herkunftsländern weiter herumspricht, daß Kinder die beste Eintrittskarte in den deutschen Sozialstaat sind, werden sich bald wieder tausende Kinder in den griechischen Lagern drängeln.

Auf den Zeitungs- und Fernsehbildern sehen wir vor allem Kleinkinder auf schlammigen Lagergassen. Wir können nur spekulieren, wie viele der „Kinder“ in den griechischen Migrantenlagern schon im besten Mannes- und Messeralter sind und lediglich ihre Pässe „verloren“ haben. Niemand kann daher seriös abschätzen, welche Tragweite Habecks Blankoscheck hätte.

Aber einen Robert Habeck interessieren weder die finanziellen noch die gesellschaftlichen Folgekosten seiner moralischen Großspurigkeit. Die sind beträchtlich, doch die müssen andere tragen, nicht Habeck selbst und auch nicht die typische grüne Besserverdiener-Klientel. Und wenn die ungefragt in Haftung Genommenen murren oder aufmucken, dann sind sie eben finstere und herzlose „Rassisten“.

Unanständig und unappetitlich

Und während Habeck sich anschickt, die nächste Migrantenwelle loszutreten und Druck für ihre fürsorgliche Aufnahme zu machen, müssen einheimische Kinder nach den Ferien wieder in verfallende und heruntergekommene Schulen zurückkehren, frieren Obdachlose auf den Straßen, wühlen verarmte Rentner auch an den Feiertagen im Müll nach Pfandflaschen und Eßbarem.

Habecks Hypermoral und sein schamloser politischer Kindesmißbrauch sind unanständig und unappetitlich. Gerade vor Weihnachten.

Einwanderer in einem Lager auf der griechischen Insel Lesbos Foto: picture alliance/NurPhoto

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