„Muttis“ Stiefkinder

Mit ihrem Fernbleiben beim JU-Deutschlandtag hat Angela Merkel in der Union für zerrüttete Familienverhältnisse gesorgt. Papa Edmund Stoiber und dem großen Bruder David McAllister aus Niedersachsen ist es zu verdanken, daß die Nachwuchsorganisation der Union getröstet und über Scheidung in Münster nur am Rande gesprochen wurde. Die nötige Nestwärme hat „Mutti“ ihrem Nachwuchs nie geben können. Sie war FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda, keine JU-Vorsitzende. Das entschuldigt ihr mangelndes Gespür, nicht aber die stiefmütterliche Art und Weise, mit der sie die aus ihrer Sicht allzu konservativen Kinder von den Futtertrögen der Macht fernzuhalten versucht.

Daß die Sperre einer von JU-Aktivisten geführten Gruppe beim Internet-Netzwerk Facebook nur Wartungsarbeiten geschuldet sein soll (siehe Seite 4), glaubt bei den Jungpolitikern niemand. Vielmehr reift die Erkenntnis, daß die Kanzlerin nicht ihre leibliche „Mutti“ sein kann. Sonst würde sie nicht versuchen, ihren ungeliebten Stiefkindern Beruhigungsmittel einzuträufeln, statt sie mit der notwendigen Muttermilch großzuziehen. Die CDU wird zur „Patchwork“-Familie, die Unzufriedenheit wächst. Mit einem Dankeschön an die Junge Union für den Wahlkampf hätte Merkel viel entschärfen können.

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