Demontage der Polizei

Weiß man in Berlin noch, wofür die Polizei überhaupt da ist? Simpel-Tests statt Deutsch-Diktat und Schwamm-Faktoren wie „interkulturelle Kompetenz“ sollen den Nachweis solider Kenntnis der Landessprache überlagern und die Einstiegshürden in den Polizeidienst für die zum Retter in der Multikulti-Not hochgejubelten Einwandererkinder niedriger legen. Ganz so, als wäre die Polizei ein Reparaturbetrieb für Integrationsversagen und falsche Einwanderungspolitik; als wären Polizisten in erster Linie Sozialarbeiter im Vielvölkerdschungel und nicht Exekutivorgane eines komplex verschriftlichten Rechtsstaates, für die es eben nicht genug ist, die Amtssprache gerade mal soweit zu beherrschen, daß sie „der Ausbildung folgen können“. Wenn Einwanderer Anpassungsschwierigkeiten haben, dann passen wir uns eben den Einwanderern an – nun lassen sich also auch die Berliner Polizeibürokraten von der anbiedernden Logik des Multikulturalismus leiten. Damit erreicht die amtliche Demontage des Ansehens der uniformierten Hoheitsträger durch den Staat, dem sie dienen, eine neue Qualität. Die Beamten, die sich ihre Laufbahn hart erarbeitet haben und, alleingelassen von der Politik, Tag für Tag einsam den Kopf hinhalten, müssen die ideologiefixierten Schnapsideen ihrer zeitgeistsurfenden Vorgesetzten als weiteren Schlag ins Genick empfinden.

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