Kulturelle Mitnahmeeffekte

Die ältere Dame staunte jüngst nicht schlecht, als das von ihr bestellte Fahrzeug erschien, der Fahrer jedoch ihre Mitnahme verweigerte. Denn, so stellte der fremdländische Chauffeur fest, die Frau habe in ihren Einkaufstaschen auch alkoholische Getränke und müsse ihren Weg deshalb zu Fuß antreten. Sein Glaube verbiete es auf jeden Fall, Schnaps zu transportieren, empörte sich der Moslem und machte sich ohne seinen Fahrgast wieder auf den Weg. Da die Cuxhavenerin jedoch Stammkundin des Mietwagenunternehmens war, erbarmte sich ein Fahrer-Kollege und fuhr die schwerbepackte Rentnerin nach Hause, nicht ohne ihr unterwegs wegen des Alkohols eine Standpauke zu halten. Denn auch dieser moslemische Fahrer nahm an dem Allah nicht wohlgefälligen Einkauf heftigst Anstoß. Die Frau informierte wegen der ursprünglich verweigerten Fahrt das Ordnungsamt der Nordseestadt, das die städtischen Beförderungslizenzen ausgibt. Dort konnte man ihr aber nicht weiterhelfen, da im Gegensatz zu den Taxiunternehmen für die in vielen Städten als Konkurrenz auftretenden Mietwagenfirmen keine Beförderungspflicht gilt. „Der Mann ist uns aus einer früheren Tätigkeit bereits einschlägig bekannt: Man kann nur sagen, der hat den falschen Job gewählt“, bekennt man gegenüber der JF. Jetzt sei der überstrenge Moslem bei der zweiten Mietwagenfirma der Stadt beschäftigt. Nach Berichten der Cuxhavener Nachrichten wird in lokalen Internetforen derzeit heiß diskutiert. Ein Zecher bewertet diesen Fall jedoch ganz stoisch – solange er noch angetrunken aus der Hafenbar chauffiert werde, sei alles halb so schlimm.

Probeabo JF 2021 Gratis lesen

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
Hierfür wurden keine ähnlichen Themen gefunden.
aktuelles