Der nächste Dominostein

Die Lage im Irak ist noch unübersichtlich und wird von Tag für Tag für die US-Besatzer gefährlicher, da rüsten die Washingtoner Falken verbal bereits zu einem neuen „Befreiungs“-Schlag. Diesmal ist es der Iran, der die Neue Weltordnung gefährden soll. Die USA halten den Teheraner Mullahs bereits seit längerem vor, Atomwaffen zu produzieren und den internationalen Terrorismus zu fördern. Bestätigt sehen sich die USA von dem Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO), Mohamed El Baradei, der dem Iran Verstöße gegen die Auflagen des Atomwaffensperrvertrags (TNP) vorhält. Zu dem außenpolitischen Druck kommt die innenpolitisch aufgeheizte Lage im Iran. In der Hauptstadt Teheran war es letzten Sonntag in der fünften Nacht hintereinander zu Protesten gegen den herrschenden fundamentalistischen schiitischen Klerus gekommen. Die Demonstranten fordern von der geistlichen Führung und von der Regierung Irans Reformen. US-Präsident Bush nahm die Demonstrationen offensiv auf und erklärte vieldeutig: „Dies ist der Beginn eines Bekenntnisses der Menschen zu einem freien Iran …“ US-Regierungsberater Richard Perle sorgt unterdessen schon einmal dafür, daß die Verbündeten rechtzeitig auf Linie gebracht werden. Perle ließ insbesondere die Bundesregierung wissen, daß er von Deutschland Unterstützung für die iranische Opposition erwartet. Perles fordernder Unterton macht deutlich, daß die USA den Deutschen eine weitere „Verweigerung“ nicht mehr durchgehen lassen werden.

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