BERLIN. Die Leiterin der Berliner Stadtreinigung (BSR), Stephanie Otto, hat zunehmende Angriffe auf ihre Mitarbeiter beklagt. „Wir mußten insbesondere 2024 und 2025 feststellen, daß auf den Recyclinghöfen die Mitarbeiterinnen sexuell anzüglich herabwürdigend beleidigt wurden, teilweise Mitarbeitern aufgelauert wurde und sie unter Polizeischutz nach Hause gebracht werden mußten“, sagte Otto am Mittwoch gegenüber dem RBB. Vor allem auf den Recyclinghöfen sei das in den vergangenen zwei Jahren häufig vorgekommen – fast die Hälfte der Mitarbeiter habe angegeben, dort bereits bedroht worden zu sein.
Etwa jeder vierte Mitarbeiter sei auch tätlich angegriffen worden. Die Opfer seien mit Flaschen beworfen und auch mit dem Auto angefahren worden, monierte Otto. Auch die reguläre Straßenreinigung sei davon betroffen. Im vergangenen Jahr seien von den Mitarbeitern 40 Beleidigungen, Bedrohungen oder körperliche Übergriffe gemeldet worden.
Stadtreinigung will mit Wegner sprechen
Inzwischen gebe es in Berlin einige Hotspots, zu denen die Straßenreinigung nicht mehr allein geschickt werde. Es gebe bereits Überlegungen, für besonders gefährliche Routen zusätzliche Sicherheitskräfte heranzuziehen.
Laut Otto gibt es für das Problem keine Erklärung, ihr Unternehmen arbeite an der Untersuchung der Gründe. In Kürze sei dazu ein Gespräch mit mehreren Unternehmen und dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) geplant.
Die Berliner Stadtreinigung feiert dieses Jahr ihr 75jähriges Bestehen. Otto ist seit 2019 Chefin des Unternehmens. (st)






