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Ausschreitungen und Umsturzpläne: Bundesweite Razzia gegen mutmaßliche Eritrea-Terroristen

Ausschreitungen und Umsturzpläne: Bundesweite Razzia gegen mutmaßliche Eritrea-Terroristen

Ausschreitungen und Umsturzpläne: Bundesweite Razzia gegen mutmaßliche Eritrea-Terroristen

Deutsche Polizisten in voller Montur stehen vor einer Gruppe wütender Eritreer – während der Ausschreitungen beim Eritrea-Festivals im Juli 2023
Deutsche Polizisten in voller Montur stehen vor einer Gruppe wütender Eritreer – während der Ausschreitungen beim Eritrea-Festivals im Juli 2023
Polizeibeamte versuchen die Teilnehmer des Eritrea-Festivals in Schach zu halten, Gießen Juli 2023. Foto: picture alliance/dpa | Helmut Fricke
Ausschreitungen und Umsturzpläne
 

Bundesweite Razzia gegen mutmaßliche Eritrea-Terroristen

Straßenkrawalle und Terrorermittlungen: In einer bundesweiten Razzia nimmt die Bundesanwaltschaft eine mutmaßliche eritreische Exil-Gruppe ins Visier. Sie soll hinter den gewaltsamen Ausschreitungen bei den „Eritrea-Festivals“ stecken und den Sturz der Regierung in Asmara planen.
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BERLIN. Die Bundesanwaltschaft hat am Mittwoch zahlreiche Wohnungen von in Deutschland lebenden Eritreern durchsuchen lassen – wegen des Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung. Insgesamt 17 Personen wird vorgeworfen, Teil der eritreischen Terrororganisation „Brigade N’Hamedu“ zu sein, erklärte die Generalbundesanwaltschaft. Auch in Dänemark gab es Hausdurchsuchungen.

Bei der „Brigade N’Hamedu“ handelt es sich demnach „um eine auch international vernetzte Gruppierung, deren erklärtes Ziel es ist, die Regierung in Eritrea zu stürzen“. Die von der Razzia betroffenen Personen sollen „in Deutschland leitende Funktionen“ der Organisation übernommen haben. Der deutsche Ableger soll seit 2022 aktiv sein.

Die Terrorgruppe sei unter anderem für die Ausschreitungen verantwortlich, die sich im Sommer 2022 sowie im Sommer und Herbst 2023 anläßlich zweier „Eritrea-Festivals“ in Gießen und Stuttgart ereigneten. Damals hatten sich Anhänger und Gegner der eritreischen Regierung Straßenschlachten geliefert und dabei auch Polizisten mit Steinen und Flaschen angegriffen. Den Bau eines Molotow-Cocktails hatten die Beamten verhindern können.

Eritrea-Terrorgruppe soll Ausschreitungen organisiert haben

Die Festivals waren vom Zentralrat der Eritreer in Deutschland organisiert worden, der der Regierung des ostafrikanischen Landes nahesteht. Dabei bestehe der Verdacht, daß die „Brigade N’Hamedu“ die Gewalttaten orchestriert habe, teilte die Generalbundesanwaltschaft weiter mit. Bei der Razzia seien Beweise für diesen Verdacht gesucht worden.

Im März 2024 war ein 29jähriger Eritreer zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, daß der Mann einen drei Kilogramm schweren Pflasterstein geworfen und Polizisten angegriffen hatte.

Im Februar 2024 war ein Mann in den Niederlanden aufgrund seiner Beteiligung an den Ausschreitungen zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Er soll sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland eine Führungsposition innerhalb der Organisation innegehabt haben. (lb)

Polizeibeamte versuchen die Teilnehmer des Eritrea-Festivals in Schach zu halten, Gießen Juli 2023. Foto: picture alliance/dpa | Helmut Fricke
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