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Korrektur einer volkspädagogischen Geschichtsstunde

Am 19. April 2002 strahlte das österreichische ORF unter dem Titel „Die Kärntner Partisanen“ eine Dokumentation aus, die sich durch eine undifferenzierte und beschönigende Beschreibung des Vorgehens der Tito-Partisanen am Ende des Zweiten Weltkrieges auf dem Territorium Kärntens sowie Sloweniens, Kroatiens und Teilen der Steiermark auszeichnete. Besonders bedenklich war, daß die Motivation für den Kampf der nach internationalem Kriegsrecht als irregulär anzusehenden Truppen als „Kampf gegen den Nationalsozialismus“ einseitig verklärt wurde. Dagegen blieben die zahlreichen nationalistischen und ideologischen Beweggründe, die auf eine Vergrößerung des südslawischen Herrschaftsgebietes unter dem Banner einer kommunistischen Nachkriegsordnung hinausliefen, nahezu vollständig ausgeblendet. Die Sendung löste bei einer Vielzahl österreichischer Fernsehzuschauer eine Welle der Empörung aus. Daraufhin entschlossen sich der Kärntner Kulturreferent und Zur Zeit-Herausgeber Andreas Mölzer und der Osteuropa-Experte Carl Gustaf Ströhm, mit der Unterstützung der Kärntner Landesregierung und in Kooperation mit dem Kärntner Heimatdienst (KHD) eine Videodokumentation zu diesem Thema zu erstellen. Mölzer veröffentlichte unmittelbar nach der Ausstrahlung der ORF-Dokumentation eine zwölfteilige Artikelserie unter dem Titel „Im Schlachthaus Europas“ in der auflagenstärksten Tageszeitung Österreichs, der Kronen Zeitung (Regionalausgaben für die Steiermark und Kärnten) und konnte damit die haarsträubensten Behauptungen widerlegen, auch wenn die ORF-Darstellung größtenteils die gegenwärtige wissenschaftliche Literatur ignorierte. Zur besseren Darstellung der detaillierten Suche nach Originalschauplätzen und aus dem Bestreben, neben Historikern die mittlerweile betagten Zeitzeugen authentisch wirken zu lassen, bot sich die Herstellung eines Videos an. Nicht zuletzt sollte gegenüber der ORF-Dokumentation eine Entgegnung und Richtigstellung auf gleicher Ebene das heißt auf der Basis des gleichen Mediums erfolgen. Die Partisanen bekamen Anweisungen aus Moskau Die Vielzahl der aufgenommenen Darstellungen auf dem unter dem Titel „In der glühenden Lava des Hasses“ erschienenen Video macht es nahezu unmöglich, einzelne Schwerpunkte herauszuheben. Der besondere Wert der Dokumentation liegt darin, daß die zahlreichen Opfergruppen des Partisanenkampfes nicht nach ethnischen Kriterien gewichtet werden. Zwei Aussagen werden dabei besonders klar belegt: Zum einen basiert das auch heute immer noch verbreitete Argument, nach dem die blutigsten Verbrechen der Partisanen auf dem persönlichen Erleben von Verbrechen der deutschen Besatzungsmacht bzw. ihrer Verbündeten beruhten, auf einem Mythos. Zum anderen verweist die Bildung der Partisanenverbände und der Zeitpunkt ihres Kampfeinsatzes eindeutig auf Moskauer Vorgaben: Erst nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in die Sowjetunion bekamen die südslawischen Verbände den Aufruf zum Losschlagen, während ihnen noch nach der Kapitulation Jugoslawiens durch das Fortbestehen des Hitler-Stalin-Paktes jede über ein minimales Maß herausgehende Betätigung untersagt worden war. Kleine Mängel weist das Video mit über einstündiger Laufzeit lediglich im technischen Bereich auf: Gelegentlich hätte die Auswahl der Perspektiven etwas abwechslungsreicher ausfallen können. Dieses Manko beeinträchtigt das Gesamtprodukt jedoch nur minimal, zumal gegenüber der ORF-Dokumentation das bei weitem geringere Budget und die kurze Entstehungszeit in Betrachtung gezogen werden müssen. Insgesamt ist den beiden Hauptverantwortlichen die Herstellung eines Produktes gelungen, dem eine weitestmögliche Verbreitung und – damit verbunden – ein großer Aufklärungserfolg zu wünschen ist. Eine Fortsetzung, deren Veröffentlichung unmittelbar bevorsteht, soll sich noch detaillierter mit den damaligen Vorgängen in Kärnten auseinandersetzen. Ekkehard Schultz Andreas Mölzer, Carl Gustaf Ströhm: „In der glühenden Lava des Hasses – Nachkriegsverbrechen zwischen Karawanken und Hornwald“. Die Videodokumentation ist zum Preis von 18 Euro plus Versand erhältlich über den Kärntner Heimatdienst, Prinzhoferstraße 8, A-9020 Klagenfurt, Tel.: 00 43 / 463 / 5 40 02 bzw. Fax 00 43 / 463 / 54 00 29

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