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Gentechnik ist überall

Gentechnik auf dem Teller gehört schon längst zum Alltag in Deutschland. Zwei von drei hier angebotenen Lebensmittel enthalten gentechnisch gewonnene Zutaten – behauptet zumindest Klaus-Dieter Jany, Leiter des Molekularbiologischen Zentrums der Bundesforschungsanstalt für Ernährung in Karlsruhe. „Rund 60 bis 70 Prozent aller verarbeiteten Lebensmittel haben die Gentechnik schon einmal gesehen“. Solche Lebensmittel seien aber nicht gentechnisch verändert, sondern nur gentechnisch hergestellt. Im Vergleich zu herkömmlich gewonnenen Enzymen, zum Beispiel bei der Herstellung von Käse, seien die Kunstprodukte mit den natürlichen gewonnenen Grundstoffen identisch. Jany gehört zu den Optimisten in Sachen genetisch modifizierter (GM) Pflanzen, denn der Molekularbiologe beurteilte den Einsatz von Gentechnik positiv: „Der Vorteil liegt im Moment vor allem beim Landwirt, denn dieser hat weniger Arbeit, und er muß weniger Gift spritzen.“ Das stimmt leider nicht, wie der frühere britische Umweltminister Michael Meacher kürzlich in einem Spiegel-Interview erklärte. „Unter Marktbedingungen würde jeder Bauer natürlich nicht einmal, sondern zwei- oder dreimal sprühen“, antwortete er auf die Frage, ob Genmais nicht umweltschonender sei, weil bei einem Großversuch weniger Gift ausgetragen wurde. Auch sonst läßt Meacher kein gutes Haar an der Gentechnik und vermutet „bösartige kommerzielle Gier“ von seiten der GM-Industrie. Niemand wird sagen können, der Brite sei ein verblendeter Ideologe, denn unter seiner Regie wurden zahlreiche GM-Großversuche gemacht, die allesamt nur eine Schlußfolgerung zuließen: Gentechnik ist böse.

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