Jürgen K. Hultenreich, Schriftsteller

Wo möchten Sie jetzt am liebsten sein? Im Olympiastadion. Als Elfmeterschütze gegen Chelsea London. Wofür lassen Sie alles stehen und liegen? Für eine Frau, die man aus dem Korsett schälen darf. Was bedeutet Heimat für Sie? Die verwinkelten Gassen des Viertels, in dem ich heranwuchs, die Stadt, die man ein Leben lang zu vergessen nicht bereit ist. Was ist Ihnen wichtig im Leben? Das Gegenteil von Definitionen: Poesie. Was haben Ihnen Ihre Eltern mitgegeben? Daß ich jede Komödie als überwundene Tragödie beschauen sollte. Welches Buch hat Sie nachhaltig beeinflußt? Epiktet (was von ihm erhalten ist). Welche Musik mögen Sie? Jene, die durch den kirchlichen Gegenstand ihre tiefste Tiefe, ihre höchste Höhe erreicht. Welches Ereignis ist für die Welt das einschneidendste gewesen? Die Offensive der Friedenstaube. Was möchten Sie verändern? Veränderungen sind kaum möglich. Dummheit ist international. Aber wenn schon, dann die deutsche Knechtschaffenheit. Woran glauben Sie? An den, der uns nicht vor, sondern in den Stürmen bewahrt. Welche Werte sollen wir unseren Kindern weitergeben? Der heilige Thomas sagt: Man erkennt, begreift etwas nur in dem Maße, wie man es liebt. Welche Bedeutung hat der Tod für Sie? Er schafft Ordnung. Jürgen K. Hultenreich , 56, lebt als Schriftsteller in Berlin. Im Verlag Vorwerk 8 erschien kürzlich sein neuestes Buch „Westausgang – 64 Stories“.

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