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Mit Steuergeld: In Berlin können Kinder jetzt ihre Drag-Persona entdecken

Mit Steuergeld: In Berlin können Kinder jetzt ihre Drag-Persona entdecken

Mit Steuergeld: In Berlin können Kinder jetzt ihre Drag-Persona entdecken

„Drag Queen“ Lil Miss Hot Mess spricht mit einem kleinen Mädchen: Seit Jahren rückt Travestie immer mehr in den Lebensalltag vor
„Drag Queen“ Lil Miss Hot Mess spricht mit einem kleinen Mädchen: Seit Jahren rückt Travestie immer mehr in den Lebensalltag vor
„Drag Queens“, so wie hier Lil Miss Hot Mess im Gespräch mit einem kleinen Mädchen, wollen sich Kinder schon im frühen Alter näher bringen. Foto: picture alliance/ Mary Altaffer/AP Photo
Mit Steuergeld
 

In Berlin können Kinder jetzt ihre Drag-Persona entdecken

Eine Jugendkunstschule im Berliner Bezirk Reinickendorf bietet einen Drag-Kurs für 13- bis 17jährige an. Der Kurs wird aus Haushaltsmitteln finanziert, der Leiter wirbt mit freizügigen Inhalten im Netz.
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BERLIN. Die Jugendkunstschule Atrium im Berliner Bezirk Reinickendorf hat einen Drag-Kurs für Minderjährige im Angebot. „Entdecke deine Drag-Persona“ richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren und wird aus Haushaltsmitteln des Bezirksamts finanziert.

In der Kursbeschreibung wirbt die Einrichtung damit, Drag als kreativen Ausdruck jenseits klassischer Rollenbilder zu vermitteln. Die Teilnehmer sollen sich schminken, tanzen, lipsyncen und performen.

Teilnehmen dürfe jeder, „egal, ob du dich als Junge, Mädchen oder anders fühlst“. Der Kurs findet dienstags am Nachmittag statt, die Teilnahme kostet 45 Euro pro Halbjahr, wie die Plattform Apollo-News als erste berichtete. Geleitet wird das Angebot von Noé Théry. Nach eigener Darstellung sollen in lockerer Atmosphäre Geschlechterrollen hinterfragt und eigene Bühnenfiguren entwickelt werden. Drag wird dabei als Kunstform beschrieben, bei der Rollenbilder bewußt überzeichnet werden – entweder durch Männer in weiblicher Darstellung oder durch Frauen in betont maskulinen Rollen.

Drag-Shows mit sexualisierten Handlungen

Théry tritt selbst als Dragperformer auf. Auf der Internetseite der Jugendkunstschule wird er mit geschlechtsneutralen Pronomen vorgestellt und als Absolvent eines Masterstudiums in Gender Studies beschrieben. Seine künstlerische Arbeit bewege sich an der Schnittstelle von Theater, Genderphilosophie, Pädagogik und audiovisueller Kunst.

Auf seinem Instagram-Account bewirbt Théry Drag-Shows mit freizügigen, teils sexualisierten Darstellungen. In mehreren Beiträgen werden Szenen gezeigt, die sexuelle Handlungen nachstellen. Ein Post aus dem vergangenen Jahr wirbt zudem für eine „Drag Open Stage“, auf deren Titelbild verkleidete Kinder zu sehen sind. Ob diese Kinder Teil der Veranstaltung waren, geht aus dem Beitrag nicht hervor.

So wird der Kurs im Netz beworben. Screenshot: JF / atrium-berlin.de
So wird der Kurs im Netz beworben. Screenshot: JF / atrium-berlin.de

Neben dem Kurs für Minderjährige leitet Théry an der Jugendkunstschule Atrium einen weiteren Kurs mit dem Titel „Drag-Show“. Dieser richtet sich an 18- bis 26-Jährige und findet unmittelbar im Anschluß an den Jugendkurs statt.

„Drag Queens“, so wie hier Lil Miss Hot Mess im Gespräch mit einem kleinen Mädchen, wollen sich Kinder schon im frühen Alter näher bringen. Foto: picture alliance/ Mary Altaffer/AP Photo
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