Anzeige
Anzeige

Die Bürger sollen zahlen: Sechs Steuern rauf: So will die SPD die Schuldenorgie finanzieren

Die Bürger sollen zahlen: Sechs Steuern rauf: So will die SPD die Schuldenorgie finanzieren

Die Bürger sollen zahlen: Sechs Steuern rauf: So will die SPD die Schuldenorgie finanzieren

Die Sozialdemokraten um die Parteichefs Saskia Esken und Lars Klinbeil wollen, daß die neue Regierung sechs Steuern einführt oder erhöht.
Die Sozialdemokraten um die Parteichefs Saskia Esken und Lars Klinbeil wollen, daß die neue Regierung sechs Steuern einführt oder erhöht.
Die Sozialdemokraten um die Parteichefs Saskia Esken und Lars Klinbeil wollen, daß die neue Regierung sechs Steuern einführt oder erhöht. Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
Die Bürger sollen zahlen
 

Sechs Steuern rauf: So will die SPD die Schuldenorgie finanzieren

Ab heute beraten die Parteichefs über den Koalitionsvertrag. Die SPD verlangt die Erhöhung oder Einführung von sechs verschiedenen Steuern. Kann und will die Union das abwehren?
Anzeige

BERLIN. Nach der Einführung von einer Billion Euro neuer Schulden in das Grundgesetz ist nun ein Streit zwischen SPD und Union darüber ausgebrochen, wie die neue Regierung die horrenden Zinsen und Tilgungen finanziert. Die Sozialdemokraten lehnen Einsparungen im Haushalt – wie von der CDU/CSU im Wahlkampf versprochen – rigoros ab. Dabei werden in diversen Einzelhaushalten durch die sogenannten „Sondervermögen“ automatisch Mittel frei.

Stattdessen soll Schwarz-Rot, so steht es laut Medienberichten im Papier der Arbeitsgruppe „Haushalt, Finanzen und Steuern“, die Steuern massiv erhöhen. Die Unterhändler der Union um Mathias Middelberg, die vor der Wahl Entlastungen angekündigt hatte, haben die Forderungen bisher abgelehnt.

Die Zinslast droht Deutschland zu erdrücken

Das Problem: Durch die Schuldenorgie sind die Zinsen auf deutsche Staatsanleihen deutlich gestiegen. Insgesamt erhöht sich dadurch die Zinslast um weitere 1,5 Milliarden Euro für das aktuelle Jahr – und dabei sind nur die bisherigen Schulden eingerechnet, nicht die neu beschlossenen sogenannten „Sondervermögen“.

Weil sich SPD und Union in der AG nicht einigen konnten, muß sich ab heute die 19köpfige Hauptverhandlungsgruppe unter Führung der Parteichefs Lars Klingbeil, Saskia Esken (beide SPD), Friedrich Merz (CDU) und Markus Söder (CSU) mit dem Thema beschäftigen.

Diese Steuern will die SPD erhöhen

Konkret wollen die Sozialdemokraten sechs verschiedene Steuern erhöhen oder neu einführen:

Zins- und Aktiensteuer: Die Abgeltungssteuer auf Zinsen von Sparguthaben, Aktienverkäufen und Dividenden soll von 25 auf 30 Prozent steigen.

Steuer auf Immobilien-Verkäufe: Die bis jetzt geltende Spekulationsfrist von zehn Jahren will die SPD abschaffen. Jeder, der eine nicht selbstgenutzte Immobilie mit Gewinn verkauft, soll immer Steuern darauf zahlen.

Einkommensteuer: Der Spitzensteuersatz steigt nach dem Verlangen der SPD von 42 auf 47 Prozent. Er gilt dann für einen Alleinstehenden nicht mehr ab 66.800 Euro brutto im Jahr, sondern ab 83.000 Euro.

Reichensteuer: Der Satz für die Besteuerung von Einkommen ab 278.000 Euro brutto im Jahr wird von 45 auf 49 Prozent angehoben.

Finanztransaktionssteuer: Die bisher nicht geltende Abgabe auf internationale Börsengeschäfte soll eingeführt werden.

Vermögensteuer: Die Steuer auf mit bereits versteuertem Geld angeschaffte Vermögenswerte soll neu eingeführt werden.

(fh)

Die Sozialdemokraten um die Parteichefs Saskia Esken und Lars Klinbeil wollen, daß die neue Regierung sechs Steuern einführt oder erhöht. Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag