Mann in Handschellen (Symbolfoto) Foto: picture alliance/dpa
Religiöses Motiv vermutet

Mord an „Ungläubiger“: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Asylbewerber

HEILBRONN. Die Staatsanwaltschaft Heilbronn hat Mordanklage gegen einen 27 Jahre alten Asylbewerber erhoben, der aus religiösen Motiven eine Rentnerin getötet haben soll. Dem Mann aus Pakistan wird vorgeworfen, Mitte Mai in das Haus der 70jährigen eingedrungen zu sein und sein Opfer erwürgt zu haben. Es sei ihm darum gegangen, „einen aus seiner Sicht ungläubigen Menschen umzubringen“, teilte die Staatsanwaltschaft Heilbronn mit.

Zwar habe der Asylbewerber auch Geld und Wertgegenstände gestohlen, gleichzeitig hinterließ er jedoch auch arabische Schriftzeichen, unter anderem an einer Schrankwand im Schlafzimmer des Opfers. Mit der Analyse der Schriftzeichen wurde ein Religionswissenschaftler beauftragt. Die Übersetzung habe sich laut Staatsanwaltschaft wegen der Vieldeutigkeit der Zeichen schwierig gestaltet. Dennoch gingen die Ermittler mittlerweile von einem religiösen Tathintergrund aus.

Laut Unterlagen soll der Täter aus Pakistan stammen und 2013 nach Deutschland gekommen sein. Er trat jedoch zwischenzeitlich unter verschiedenen Identitäten in Erscheinung und war wegen Bedrohungs- und Eigentumsdelikten polizeibekannt. Zuletzt war er in einer Unterkunft für Asylsuchende in Öhringen gemeldet. Im Mai 2016 erhielt er nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine Aufenthaltsgenehmigung. Der Beschuldigte bestreitet die Tat. (krk)

Mann in Handschellen (Symbolfoto) Foto: picture alliance/dpa

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