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Bundeswehr
 

Wachbataillon geht Nachwuchs aus

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Soldaten des Wachbataillons der Bundeswehr Foto: Flickr/Bundeswehr/Schulze

BERLIN. Das Wachbataillon der Bundeswehr hat Nachwuchsprobleme. Durch die Bundeswehrreform findet die Gardetruppe offenbar nicht mehr genügend geeignete Soldaten. Daher sollen nach einem Bericht der Bild-Zeitung die Anforderungen gesenkt werden. Zusätzlich sollen Soldaten, die sich auf Zeit verpflichten, eine Prämie von 1.000 Euro erhalten.

Künftig sollen auch kleinere Soldaten und Brillenträger im Wachbataillon dienen dürfen. Bislang mußten die Soldaten zwischen 1,78 und 1,96 Meter groß sein und durften im Dienst keine Brille und keinen Bart tragen. Auch ein zu dicker Bauch war bislang ein Ausschlußkriterium. „Aufgrund der harten und anspruchsvollen Aufgabe ist eine körperliche Fitneß ein absolutes ‘Muß’“, heißt es auf der Internetseite der Bundeswehr. Der Leitspruch des Wachbataillons lautet „Semper Talis“ (stets gleich).

„Lange Kerls“ als Vorbild

Zu seinen Aufgaben zählt unter anderem der protokollarische Ehrendienst bei Staatsempfängern oder dem Großen Zapfenstreich. Im Verteidigungsfall ist es für den Schutz des Verteidigungsministeriums und des Regierungssitzes zuständig. Sieben seiner neun Kompanien sind derzeit in Berlin stationiert.

Seine Tradition soll bis auf das Jahr 1688 zurückgehen. Als Vorbild dient ihm unter anderem das Infanterieregiment No. 6 Friedrich Wilhelm des I., das wegen seiner „Langen Kerls“ mit einer Mindestkörpergröße von knapp 1,90 Meter auch „Potsdamer Riesengarde“ genannt wurde und ebenfalls den Wahlspruch „Semper Talis“ trug. (krk)

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