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Ausländerkriminalität
 

Grüne kritisieren Hexenjagd auf „Mehmet“

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Polizei im Einsatz: „Hexenjagd“ auf einen Kriminellen? Foto: Pixelio/Arno Bachert

MÜNCHEN. Die Grünen haben der CSU vorgeworfen, eine „Hexenjagd“ auf den als „Mehmet“ bekanntgewordenen Kriminellen Muhlis Ari zu veranstalten. „Wir können die CSU nur warnen, alte wahltaktische Muster auszugraben und mit der Angst vor Kriminalität auf Stimmenfang zu gehen“, sagte die Münchner Grünen-Vorsitzende Katharina Schulze. Hintergrund sind Proteste der CSU gegen ein Einreisegesuch von Ari.

Vor vierzehn Jahren wurde der damals vierzehnjährige Intensivtäter, dem bis dahin sechzig Straftaten vorgeworfen wurden, unter großer Anteilnahme von deutschen und türkischen Medien in die Türkei abgeschoben. Nach seiner Rückkehr 2001 wurde Ari erneut straffällig. 2005 entzog er sich einer Haftstrafe durch Flucht in die Türkei. Nun gibt sich Ari gegenüber deutschen Behörden geläutert und bittet um Aufhebung eines Einreiseverbotes.

„Rechtskonservative Ecke unterwünscht“

Schulzes Stellvertreter Sebastian Weisenburger kritisierte gleichfalls das Verhalten der CSU. Nur die zuständigen Behörden hätten über Aris Gesuch zu entscheiden. „Belehrungen aus der rechtskonservativen Ecke brauchen sie dabei nicht.“ Nach eigenen Angaben betreibt Ari eine Anlage für Paintball-Spiele und will sich in Deutschland um kriminelle Jugendliche kümmern. (FA)

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