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Zentralrat der Juden
 

Knobloch offenbar vor dem Rückzug

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Charlotte Knobloch (2005) Foto: Wikipedia/Michael Lucan

HAMBURG. Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, will offenbar nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren. Wie die Zeit berichtet, reagiere die 77 Jahre alte Präsidentin damit auf Kritik an ihrem Führungsstil.

Knobloch führt den Zentralrat der Juden seit 2006. Sie hatte das Amt nach dem Tod Paul Spiegels übernommen. Das Präsidium des Zentralrats wird im Mai für weitere vier Jahre gewählt. Knoblochs Amtszeit läuft im November aus.

Ende Oktober vergangenen Jahres hatte der Publizist Hendryk M. Broder angekündigt, für das Amt des Zentralratspräsidenten kandidieren zu wollen. Als Grund für seine Entscheidung hatte er den „erbärmlichen Zustand“ genannt, in dem sich der Zentralrat der Juden befände.

Nachfolge offen

Dieser trete fast ausschließlich als „Reue-Entgegennahme-Instanz“ auf und äußere sich „inflationär zu allem und jedem“. Seiner Ansicht nach sei Charlotte Knobloch mit ihrer Aufgabe als Präsidentin überfordert. Nach scharfer Kritik seitens des Zentralrats hatte Broder seine Kandidatur dann aber zurückgezogen.

Als mögliche Nachfolger Knoblochs wären die bisherigen Vize-Präsidenten des Zentralrats, Dieter Graumann und Salomon Korn, denkbar. Aber auch der frühere Stellvertreter Michel Friedman könnte noch einmal Ambitionen auf den Vorsitz des Zentralrats der Juden hegen. (krk)

„Für ein ungestörtes Verhältnis“: JF-Interview mit Charlotte Knobloch

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