Wulff wirft Herman „dümmliche Verklärung des Nationalsozialismus“ vor

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Christian Wulff Foto: Landtag Niedersachsen

BERLIN. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hat dem SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering vorgeworfen, die DDR zu verharmlosen. „Münteferings Verklärung der DDR unterscheidet sich nicht von Eva Hermans dümmlicher Verklärung der angeblich positiven Aspekte des Nationalsozialismus“, sagte Wulff der Bild am Sonntag und spielte damit auf den Streit um die Äußerungen Hermans zur Familienpolitik an.

Erst im Januar hatte die ehemalige Tagesschau-Moderatorin in diesem Zusammenhang einen Prozeß gegen den Springer-Verlag gewonnen. Nach Ansicht der Richter hatte sich die TV-Moderatorin anders als von den Springer-Medien berichtet, ausdrücklich vom Nationalsozialismus distanziert.

„Ich habe eben eine coole Frau”

Wulff reagierte in dem Interview auf Äußerungen Münteferings, der darauf hingewiesen hatte, daß sich angeblich „viele Ostdeutsche als Deutsche zweiter Klasse fühlte”. Der Ministerpräsident machte darauf aufmerksam, daß gerade einmal 20 bis 25 Prozent der Wähler in den östlichen Bundesländern die Linkspartei wählen. „Die Linke ist nicht der Sprecher der Ostdeutschen.”

Gegenüber dem Boulevard-Blatt verteidigte der CDU-Politiker auch seine junge Ehefrau, die am Oberarm eine Tätowierung trägt. „Tattoos sind so alt wie die Menschheit. Sissi von Österreich hatte ein Tattoo, der Ötzi hatte gleich mehrere. Ich habe eben eine coole Frau. Und ich bin tolerant“, sagte Wulff. (ms)

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