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Kriminalität
 

München: Hoher Ausländeranteil bei Gewaltverbrechen

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In der bayerischen Landeshauptstadt sind Ausländer unter den Gewaltverbrechern deutlich überrepräsentiert Foto: Pixelio/Jääähns

MÜNCHEN. Ausländer in München sind wesentlich häufiger an Gewaltverbrechen beteiligt als Einheimische. Das geht aus der jetzt vorgestellten Kriminalstatistik der bayerischen Landeshauptstadt hervor.

Bei der Hälfte aller Tatverdächtigen handle es sich um Nichtdeutsche, sagte der Münchner Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer. Deren Anteil an der Münchner Gesamtbevölkerung liege jedoch nur bei 23 Prozent.

„Dies ist ein Thema, das sehr ernst ist und das uns auf den Nägeln brennt“, sagte Schmidbauer laut der Abendzeitung. Wenn man Gewalt eindämmen wolle, brauche es hierfür auch eine offene Analyse. 

„Überkommene Männlichkeitsvorstellungen”

2008 hat die Münchener Polizei insgesamt 4.265 tatverdächtige Gewaltverbrecher ermittelt. 2.039 (49,1 Prozent) von ihnen waren nichtdeutscher Herkunft. Laut Schmidbauer seien die Gründe vor allem in der mangelnden „Vermittlung der Werte unseres Rechtssystems“ sowie der Abschottung von der Mehrheitsgesellschaft, fehlender Bildungs- und Berufsperspektiven, Gewalterfahrungen in der Familie, überkommenen Männlichkeitsvorstellungen und Macho-Gehabe zu suchen.

Unter den nichtdeutschen Tatverdächtigen sind laut der Abendzeitung vor allem Serben, Montenegriner, Türken und Iraker vertreten. (krk)

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