Geschichtsunterricht bei „Big Brother“

Rebecca
„Big Brother“-Teilnehmerin Rebecca: Rauswurf nach „Sieg Heil“-Ruf Foto: RTL2

KÖLN. Der Fernsehsender RTL2 hat für Ostermontag den Holocaust-Überlebenden Werner Bab in den sogenannten „Big Brother“-Container eingeladen. Hintergrund dieser Maßnahme war ein Eklat am vergangenen Wochenende, als eine Teilnehmerin der Unterhaltungssendung, bei der Kandidaten über mehrere Monate von Kameras beobachtet werden, in einem Streitgespräch scherzhaft „Sieg Heil“ gerufen hatte und daraufhin sofort aus dem Wohncontainer ausgeschlossen wurde.

„Mit vielen historischen Begriffen zum Thema Nationalsozialismus, wie zum Beispiel Holocaust oder KZ, wissen Jugendliche und junge Erwachsene heutzutage nichts anzufangen“, hieß es als Begründung in der Pressemitteilung von RTL2.

„Totgeschwiegene Geschichte“

Daher solle der Historiker Siegfried Quandt von der Justus-Liebig-Universität Gießen nun im Studio der Sendung „über diesen Teil der deutschen Geschichte“ sprechen, „der heute oftmals totgeschwiegen wird oder vielen kein Begriff ist“.

Anschließend wird der 83 Jahre alte Bab die künstliche Wohngemeinschaft im Container besuchen und über seine Leiden im Nationalsozialismus berichten. In der häufig kritisierten Sendung werden derzeit elf Kandidaten isoliert von der Außenwelt rund um die Uhr von Zuschauern beobachtet, die Woche für Woche einen Teilnehmer „abwählen“. Der letzte Kandidat wird im Sommer ein Preisgeld von 250.000 Euro gewinnen.

Zu dem Ausschnitt mit dem „Sieg Heil“-Ruf.

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