Eva Herman vergibt Kerner

Herman
Eva Herman Foto: ARD

HAMBURG. Die ehemalige „Tagesschau“-Sprecherin Eva Herman hat auf die Einsicht von ZDF-Moderator Johannes B. Kerner reagiert, daß der Rauswurf der Ex-Moderatorin aus seiner Sendung vom 9. Oktober falsch war.

Der Bild-Zeitung sagte sie: „Eine Entschuldigung klingt sicherlich anders. Aber es ist eine christliche Pflicht, anderen Menschen zu vergeben.“ Kerner hatte gegenüber der Süddeutschen Zeitung eingeräumt, bei der Aufzeichnung seiner Talkshow im Oktober einen Fehler gemacht zu haben.

Damals hatte der Moderator die Buchautorin vor laufenden Kameras nach 50 Minuten aus der Sendung geworfen. Herman, die für die Betreuung von Kleinstkindern durch ihre Mütter eintritt und deshalb den Ausbau von Kinderkrippen ablehnt, war wegen vermeintlich anerkennender Äußerungen zur Familienpolitik der Nationalsozialisten heftig öffentlich kritisiert worden.

Kein Entschuldigungsbrief von Kerner

Kerner fragte sie in der Sendung wiederholt, ob sie ihre Äußerungen heute so wiederholen würden. Als Herman antwortete, daß man nicht mehr über deutsche Geschichte reden könne, ohne sich zu gefährden, sagte Kerner: „Ich entscheide mich für die anderen drei Gäste und verabschiede mich von Eva Herman.“

Die ehemalige NDR-Mitarbeiterin sagte gegenüber der Bild, daß ihr Kerner allerdings keinen Entschuldigungsbrief geschrieben habe. Herman: „Wenn es ihm ein Anliegen gewesen wäre, hätte ich mich sicherlich darüber gefreut. Erzwingen kann man so etwas aber natürlich nicht.“ (idea/JF)

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