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Anklage gegen Korrespondentin der „Jungen Welt“

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Steht immer wieder wegen ihrer Verbindungen zur linksextremen Szene in der Kritik: Die Tageszeitung „Junge Welt“ Foto: JF.

DÜSSELDORF. Die Bundesanwaltschaft hat vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf Anklage gegen die Athen-Korrespondentin der linken Tageszeitung Jungen Welt, Heike Schrader, erhoben. Der 43 Jahre alten Deutschen wird vorgeworfen, von 1996 bis 1999 Mitglied einer terroristischen Vereinigung gewesen zu sein.

Dabei handelt es sich um den terroristischen Flügel der türkischen „Devrimci Halk Kurtulus Partisi/Cephesi – Revolutionäre Volksbefreiungspartei/-front (DHKP-C)“. Die Gruppierung habe sich laut Bundesanwaltschaft zum Ziel gesetzt, den türkischen Staat mittels eines „bewaffneten Kampfes“ zu beseitigen und durch ein marxistisch-leninistisches Regime zu ersetzen.

Außerdem sei sie seit 1994 für zahlreiche Brand- und Sprengstoffanschläge in der Türkei verantwortlich. Neben der Türkei bilde Deutschland das wichtigste Betätigungsfeld für die DHKP-C. Auch hier sei es zu Brandanschlägen und Gewaltaktionen gekommen.

Führendes Mitglied der Parteizentrale

Die Junge Welt-Korrespondentin Schrader soll eine der Verantwortlichen für die Öffentlichkeitsarbeit der DHKP-C und ein führendes Mitglied des Kölner „Özgür Halklar Komitesi“ (ÖHK, „Informationszentrum freier Völker“) gewesen sein – einer Art Parteizentrale der DHKP-C für ganz Europa.

Als Führungskader habe Schrader mehrfach an Treffen hochrangiger Funktionäre teilgenommen, „die der Planung und Vorbereitung von Brandstiftungs- und Tötungsdelikten sowie anderer militanter Aktionen der terroristischen Vereinigung innerhalb der DHKP-C dienten“, so die Bundesanwaltschaft.

Die Journalistin war im vergangenen Dezember aufgrund eines Haftbefehls aus dem Jahr 2005 bei der Einreise nach Deutschland festgenommen und unter Auflagen wieder entlassen worden. Laut Junger Welt wollen Schrader und ihre Anwältin die Anschuldigungen der Bundesanwaltschaft zurückweisen.

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