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Andrij Parubij: „Schrecklicher Mord“ – Ukrainischer Ex-Parlamentschef stirbt bei Anschlag

Andrij Parubij: „Schrecklicher Mord“ – Ukrainischer Ex-Parlamentschef stirbt bei Anschlag

Andrij Parubij: „Schrecklicher Mord“ – Ukrainischer Ex-Parlamentschef stirbt bei Anschlag

Überlebte den Anschlag auf sein Leben nicht: Der frühere ukrainische Parlamentspräsident Andrij Parubij. Foto: picture alliance / dpa | Dzhavakhadze Zurab
Überlebte den Anschlag auf sein Leben nicht: Der frühere ukrainische Parlamentspräsident Andrij Parubij. Foto: picture alliance / dpa | Dzhavakhadze Zurab
Überlebte den Anschlag auf sein Leben nicht: Der frühere ukrainische Parlamentspräsident Andrij Parubij. Foto: picture alliance / dpa | Dzhavakhadze Zurab
Andrij Parubij
 

„Schrecklicher Mord“ – Ukrainischer Ex-Parlamentschef stirbt bei Anschlag

Der frühere ukrainische Parlamentspräsident Andrij Parubij ist in Lemberg auf offener Straße erschossen worden. Präsident Selenskyj spricht von Mord – die Hintergründe sind unklar.
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LEMBERG. Der frühere ukrainische Parlamentspräsident Andrij Parubij hat ein Attentat nicht überlebt. Der 54jährige Politiker ist am Samstag in der westukrainischen Großstadt (JF berichtete) von einem unbekannten Täter erschossen worden. Nach Angaben der Ermittler feuerte der Angreifer, der auf einem Fahrrad unterwegs war, mehrere Schüsse auf Parubij ab und konnte anschließend fliehen.

Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem „schrecklichen Mord“ und erklärte, es seien bereits umfassende Ermittlungen sowie eine Großfahndung eingeleitet worden. Zugleich kondolierte er den Angehörigen des Politikers und würdigte dessen langjährige Tätigkeit im Parlament.

Paubij war führender nationalkonservativer Kopf

Parubij hatte in der ukrainischen Politik über Jahre hinweg eine zentrale Rolle gespielt. Er war Mitbegründer der Nationalgarde und trat während der Maidan-Proteste 2013/14 als Sicherheitskoordinator hervor. In dieser Funktion organisierte er nach Angaben ukrainischer Medien maßgeblich den Schutz der Demonstranten in Kiew. Von Februar bis November 2014 amtierte er als Parlamentspräsident. Anschließend blieb er als Abgeordneter aktiv und galt bis zuletzt als einflußreicher Kopf im nationalkonservativen Lager.

Die Tat ereignete sich nach Behördenangaben am Vormittag in einer belebten Straße von Lemberg. Mehrere Passanten wurden Zeugen des Anschlags. Die örtliche Polizei verstärkte daraufhin ihre Präsenz im gesamten Stadtgebiet, um mögliche weitere Attacken zu verhindern. Über die Hintergründe gibt es bislang nur Spekulationen. Ukrainische Medien vermuten ein gezieltes politisches Attentat, andere schließen auch persönliche Motive nicht aus. Offizielle Stellen äußerten sich bisher nicht zu Verdachtsmomenten. (rr)

Überlebte den Anschlag auf sein Leben nicht: Der frühere ukrainische Parlamentspräsident Andrij Parubij. Foto: picture alliance / dpa | Dzhavakhadze Zurab
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