Interview

Strache fordert „Kampf gegen den Bevölkerungsaustausch“

WIEN. Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) hat sich zum „Kampf gegen den Bevölkerungsaustausch“ bekannt. Dies erwarteten die Menschen in Österreich von ihm, sagte er in einem Interview mit der Krone am Sonntag.

Die Benutzung dieses Wortes verteidigte er auch gegen Kritik. Dies sei kein Begriff der rechtsextremen Szene. „Das ist ein Begriff der Realität.“ Österreicher wollten „nicht zur Minderheit in der eigenen Heimat werden“. Das sei legitim, redlich und zutiefst demokratisch.

SPÖ rügt den Vizekanzler

Wer heute nicht links sei, werde automatisch als rechtsextrem diffamiert, kritisierte der FPÖ-Vorsitzende. Er stellte klar: „Nur dort, wo jemand versucht, seine politischen Ziele mit Gewalt durchzusetzen, handelt es sich um Rechtsextremismus, der selbstverständlich in einer Demokratie nichts verloren hat.“

Kritik an Strache kam von der SPÖ. Sie frage sich, wieviel die Distanzierung der FPÖ von den Identitären wert sei, wenn Strache „im Identitären-Sprech antwortet“, schrieb die Nationalratssprecherin der Partei für Gedenkpolitik, Sabine Schatz, auf Twitter. Straches Sprecher Martin Glier machte sich über die Empörung der Sozialdemokraten lustig. „Er hat ‘Jehova’ gesagt, er hat ‘Jehova’ gesagt. Die Linke ist bereits auf Monty Python-Modus – also eh lustig, aber nicht mehr ernst zu nehmen“, schrieb Glier ebenfalls auf Twitter. (tb)

Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache Foto: picture alliance/APA/picturedesk.com

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