Funiciello
Juso-Chefin Tamara Funiciello bei einer Pressekonferenz auf dem Bundesplatz in Bern Foto: picture alliance/KEYSTONE

Parteitag
 

Zürcher Jusos fordern Abschaffung christlicher Feiertage

ZÜRICH. Die Jungsozialisten im Kanton Zürich haben die Abschaffung christlicher Feiertage gefordert. Das beschlossen die Jusos des größten Schweizer Kantons bei ihrem Parteitag am vergangenen Wochenende. Hintergrund ist ein Positionspapier der Gruppierung zu Kirche und Religion. Darin heißt es unter anderem: „Christliche Feiertage sollen vollständig durch nicht-religiöse Feiertage ersetzt werden, wie zum Beispiel den 8. Mai (Weltfrauentag) oder den 10. März (Tag der Menschenrechte).“

Auch die Präambel der Kantonsverfassung wollen die Jusos ändern. Bislang wird darin die „Verantwortung gegenüber der Schöpfung“ betont. Geht es nach dem Willen der Nachwuchssozialisten soll dieser Teil durch „Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt“ ersetzt werden.

Verstaatlichung von Konzernen und Menstruationsurlaub

Man wehre sich „gegen den Mythos der christlichen Leitkultur“. Die Unterdrückung der Frau im Islam vergleichen die Jusos mit dem Ordinationsverbot für Frauen in der katholischen Kirche. Trotzdem werde dem Katholizismus seine Frauenfeindlichkeit nur selten zum Vorwurf gemacht. „Von keiner Katholikin wird verlangt, sich bezüglich der Frauenpolitik Roms zu rechtfertigen während muslimische Frauen immer wieder dazu aufgefordert werden, sich von den unterdrückenden Strukturen zu distanzieren.“

Am kommenden Wochenende findet der Parteitag der Schweizer Jusos in Bern statt. Die Berner Jusos wollen laut einem Bericht der NZZ dort unter anderem Anträge stellen, die die Verstaatlichung von Großkonzernen sowie Menstruationsurlaub für Frauen vorsehen. (tb)

Juso-Chefin Tamara Funiciello bei einer Pressekonferenz auf dem Bundesplatz in Bern Foto: picture alliance/KEYSTONE
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