Geertje
Ausschnitt aus dem Rap-Video „Geertje“, in dem Wilders’ Hinrichtung simuliert wird Quelle: Youtuve/Foto: JF
Niederlande

Rap-Video mit Wilders-Hinrichtung sorgt für Empörung

DEN HAAG. Der niederländische Regierungschef Mark Rutte hat ein Rap-Video verurteilt, in dem die Hinrichtung des Islamkritikers Geert Wilders gespielt wird. Der Musikfilm sei „abscheulich und grausam“, sagte Rutte nach einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP.

Verantwortlich für das Video mit dem Titel „Geertje“ ist der libanesischstämmige Rapper Hozny. Darin wird ein Mann mit blonder Perücke von zwei Maskierten entführt. Er muß sich vor einer Kamera niederknien, während ihm die Entführer Pistolen an den Kopf halten. Ihm gegenüber sitzt Rapper Hozny und klagt ihn an.

Wilders kündigt Strafanzeige an

Immer wieder werden in dem Video auch echte Aufnahmen von Auftritten Wilders’ eingespielt, dabei berichtet Honzy über Wilders’ Leben, seine Jugend, seine Partei für die Freiheit (VVD) sowie seinen islamkritischen Film Fitna. Am Schluß wird der Bildschirm schwarz und es ertönt ein Schuß.

Hozny begründet in dem Lied, er tue dies für die Mädchen mit Kopftüchern sowie die Moslems in den Niederlanden.

Wilders kündigte an, Anzeige gegen den Rapper zu erstatten. „Wenn das keine Bedrohung ist, was ist es dann?“, sagte er in einer ersten Reaktion auf das Video. Der niederländische Islamkritiker sah sich in der Vergangenheit mehrfach mit Morddrohungen konfrontiert. Seit der Ermordung des Regisseurs Theo von Gogh 2004 steht Wilders unter Polizeischutz. (krk)

Ausschnitt aus dem Rap-Video „Geertje“, in dem Wilders’ Hinrichtung simuliert wird Quelle: Youtuve/Foto: JF

Unterstützung

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

aktuelles