Islamische Grundschule
Prinz Charles besucht eine islamische Grundschule in London: Radikalen Moslems die Kinder wegnehmen? Foto: picture-alliance / dpa

Großbritannien
 

Londons Bürgermeister will Islamisten Kinder entziehen

LONDON. Der Londoner Oberbürgermeister Boris Johnson will radikalen Moslems das Sorgerecht für deren Kinder entziehen. „Ein Kind kann in die Pflege gegeben werden, wenn es Pornographie ausgesetzt oder mißbraucht wird“, sagte der konservative Politiker gegenüber dem Telegraph. „Aber nicht, wenn es mit dieser furchtbar trostlosen und nihilistischen Sicht auf die Welt aufwächst, die es zu einem Mörder machen könnte.“

Hunderte von Kindern seien derzeit der Gefahr ausgesetzt, in ihren Elternhäusern im Sinne eines radikalen Islams indoktriniert zu werden, schätzt Johnson. Doch Behörden könnten hier wegen einer „absurden“ politischen Korrektheit nicht einschreiten. Junge Menschen würden daher „zu Hause radikalisiert“ werden und bekämen „verrücktes Zeug gelehrt“, auch wenn britische Sicherheitsbehörden „klare Beweise“ hätten, „was da vor sich geht“.

Johnson forderte eine Präzisierung des Kinderschutzgesetzes, die es erlaubt, auch in solchen Fällen einzuschreiten. „Im Moment herrscht ein Widerwille der Sozialbehörden, zu intervenieren.“ Britische Sicherheitsbehörden warnen seit Jahren vor der Gefahr, die von sogenannten „Homegrown Terrorists“ ausgehen: Moslems, die zwar im Königreich geboren und aufgewachsen sind, aber dennoch mit dem islamischen Terror sympathisieren. (FA)

Prinz Charles besucht eine islamische Grundschule in London: Radikalen Moslems die Kinder wegnehmen? Foto: picture-alliance / dpa
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