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Open Doors

100 Millionen Christen wegen ihres Glaubens verfolgt

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Betende Christen: Ausschnitt aus einem Film von Open Doors Quelle: youtube

FRANKFURT/MAIN. Weltweit werden derzeit etwa 100 Millionen Christen wegen ihres Glaubens verfolgt. An der Spitze des am Dienstag von der christlichen Hilfsorganisation veröffentlichten, jährlichen Verfolgungsindex steht dabei erneut das kommunistische Nordkorea.

In dem Land wird bereits der Besitz einer Bibel mit dem Tod oder Arbeitslager für die ganze Familie bestraft. Open Doors schätzt die Zahl der Christen in Nordkorea auf zwischen 200.000 und 400.000. Diese müssen im Untergrund leben und ihre Gottesdienste in illegalen Hauskirchen feiern.

Auf den Plätzen zwei bis zehn folgen ausnahmslos islamische Staaten. Saudi-Arabien ist derzeit das zweitgefährlichste, Afghanistan das drittgefährlichste Land für Christen. Veränderungen gab es im Vergleich zum Vorjahr für Christen in den Staaten des sogenannten Arabischen Frühlings.

Lage in China leicht verbessert

„Die Revolutionen und demokratischen Wahlen wie in Ägypten haben islamistischen Gruppierungen wie den Muslimbrüdern und Salafisten als Trittbrett gedient, um an die Macht zu gelangen“, sagte der Leiter von Open Doors Deutschland, Markus Rode. Syrien, wo ausländische Milizen, die auf Seiten der Rebellen gegen Präsident Assad kämpfen, häufig Christen ins Visier nehmen, ist vom 36. auf den elften Platz vorgerückt. Libyen stieg von Platz 26 auf Platz 17.

Leicht verbessert hat sich hingegen die Situation von Christen in China. Im vergangenen Jahr noch auf Platz 21 steht China nun an 37. Stelle. Dies führt Open Doors vor allem auf eine stärkere Toleranz der chinesischen Regierung gegenüber Hauskirchen zurück, die zwar weiterhin verboten bleiben, jedoch ihre Gottesdienste ungestört feiern dürfen, so lange sie sich an bestimmte Regeln halten. Insgesamt sei die Verbesserung einzelner Länder in der Rangliste jedoch auf eine Verschlechterung der Situation in anderen Staaten zurückzuführen.

Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder (CDU), mahnte am Dienstag dazu, sich des Schicksals der wegen ihres Glaubens verfolgten Christen anzunehmen: „Gerade die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird wachsam bleiben und helfen, wo sie dies tun kann. Wir stehen zu unseren Glaubensbrüdern und -schwestern. Mit den Kirchen in Deutschland ziehen wir hier an einem Strang“, versicherte Kauder.  (tb)

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