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Euro-Krise
 

Griechenland-Rettung kostet die Deutschen Milliarden

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Sparschwein: Griechenland-Rettung wird teuer Foto: adel / pixelio.de

BRÜSSEL. Der am Dienstag von den Euro-Ländern beschlossene Schuldenerlaß für Griechenland bringt für die deutschen Steuerzahler voraussichtlich Belastungen in Milliardenhöhe mit sich. So kommen allein auf die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung Verluste zwischen sechs und acht Milliarden Euro zu, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Die Bundesanstalt hatte die griechischen Staatsanleihen von der 2009 verstaatlichten Hypo Real Estate Holding übernommen und haftet für alle Verluste.

Insgesamt müssen die Gläubiger Griechenlands auf 53 Prozent ihrer Kredite, etwa 100 Milliarden Euro, verzichten. Darunter auch deutsche Privatanleger. Im Gegenzug sollen die griechischen Staatsausgaben noch stärker als bisher von der EU, der Europäischen Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds kontrolliert werden.

Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker lobte das nach mehrstündigen Verhandlungen erreichte Ergebnis. Griechenland sei damit wieder auf dem Weg zurück zu Nachhaltigkeit und Wachstum.

Regierungsparteien brechen ein

Zustimmung kam auch aus Reihen der schwarz-gelben Koalition in Berlin. Der europapolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Joachim Spatz, sagte, die Einigung stelle „die Rückzahlung der verbleibenden Staatsschulden sicher“.

Unterdessen kämpfen die griechischen Regierungsparteien mit fallenden Umfragewerten. So kommt die konservative Nea Dimokratia nur noch auf 19,4 Prozent und die sozialdemokratische Pasok-Partei auf 13,1 Prozent, berichtet die Tageszeitung Ekathimerini. Bei den vergangenen Parlamentswahlen hatten sie noch 44 beziehungsweise 33 Prozent der Stimmen erhalten.

Die rechtsnationale Laos-Partei könnte ihr Ergebnis von 2009 halten und kommt auf 5,1 Prozent. Profitieren könnten vor allem die „Demokratische Linke“ (zwölf Prozent) die linksradikale SYRIZA (8,5 Prozent) und die Kommunisten (9,5 Prozent). Für die Umfrage wurden vom vergangenen Donnerstag bis Montag 1.200 Personen befragt. (ho)

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