Tuerkische_Flagge

Einwanderung
 

Türkei ebnet Nahost-Bewohnern den Weg in die EU

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Türkische Flagge: nicht mehr an einer EU-Vollmitgliedschaft interessiert? Foto: Wikimedia

BERLIN. Die türkische Regierung hat mit der Aufhebung der Visumpflicht für Länder des Nahen Ostens die Europäische Union brüskiert. Bereits jetzt gilt die Türkei als Schleuser-Drehscheibe für illegale Einwanderer nach Europa. Mit der Aufhebung der Einreisebeschränkungen hat Ankara nun entschieden gegen EU-Politik verstoßen.

Offiziell wird die Grenzöffnung mit dem Wunsch vieler Türken begründet, ungehindert nach Mekka pilgern zu können. Tatsächlich hat Saudi-Arabien aber eine gegenseitige Aufhebung der Visumpflicht abgelehnt. Die Türkei hob sie dagegen für Länder wie Syrien oder Libyen auf.

EU-Vollmitgliedschaft kein türkisches Ziel mehr?

Beobachter werten diesen Affront laut einem Bericht der Welt als ein Signal, daß die Türkei sich nicht weiter um eine EU-Vollmitgliedschaft bemühen wolle. Gab es zuvor noch Bestrebungen, das politische System der Türkei mit der EU zu harmonisieren, so ist seit vier Jahren ein Entfremdungsprozeß zu beobachten.

Türkische Politiker erklärten der Zeitung jedoch, daß man die Visumpflicht bei einer EU-Vollmitgliedschaft wieder einführen könne. Im Gegenzug zur Visumfreiheit türkischer Staatsbürger könne man entsprechende Rückführungsabkommen vereinbaren. Demnächst soll allerdings erst die Visumpflicht für Ägypten aufgehoben werden. (FA)

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