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Großbritannien
 

Moslems kritisieren Papp-Moscheen auf Truppenübungsplätzen

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Sioulette einer (echten) Moschee in Antalya: Auf Truppenübungsplätzen verboten? Foto: Pixelio/Rainer Sturm

LONDON. Eine islamische Organisation hat von der britischen Armee eine Entschuldigung für die Verwendung von Papp-Moscheen auf Truppenübungsplätzen verlangt. „Das ist eindeutig sehr beleidigend“, sagte der Vorsitzende der Bradfort-Vereinigung für Moscheen, Mohammed Saleem Khan, dem Daily Telegraph. „Wir sind der Meinung, es sollte eine Entschuldigung geben.“

Moscheen würden hier von der Armee zu Übungszwecken als ein „Symbol der Gefahr“ eingesetzt werden. „Wir waren sehr aufgebracht und wütend und auch sehr verwundert, wieso die britische Armee nur so etwas machen kann“, sagte das Vereinsmitglied Ishtiaq Ahmed gegenüber der Daily Mail.

Militärsprecher kündigt Gespräche mit Moslems an

Ein Sprecher des Militärs erklärte dazu, daß die Kulissen den Soldaten nicht als Zielscheibe dienen würden. „Es war nicht unsere Absicht, diese Simulation so ähnlich wie Moscheen aussehen zu lassen“, wird er von Medien zitiert. Man wolle „lediglich ein ähnliches Umfeld wie das Operationsgebiet schaffen, in dem die Truppe üben kann“.

Die britische Armee kündigte indessen ein Gespräch mit Vertretern der islamischen Gemeinden an, um das weitere Vorgehen zu besprechen. „Wir bitten vielmals um Entschuldigung für die Ärgernisse, die wir verursacht haben könnten.“ (FA)

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