Zur Erklärung der Leipziger Buchmesse JF: „Schritt in die richtige Richtung“ / Rolf Hochhuth, Frederick Forsyth und Ex-Bundesminister Carl-Dieter Spranger unterzeichnen Appell für die Pressefreiheit

Als "Schritt in die richtige Richtung" hat heute der Chefredakteur der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT, Dieter Stein, die Erklärung der Leipziger Buchmesse begrüßt, dem Verlag die Teilnahme an der Messe zu ermöglichen, sofern er auf die geplante Veranstaltung verzichtet. Allerdings dürfe die Messe nicht mit zweierlei Maß messen. "Der JF müssen die gleichen Rechte eingeräumt werden wie anderen Verlagen", erklärte Stein. Bei der von der Messe fälschlich als "Jubiläumsfeier" bezeichneten Veranstaltung zum 20jährigen Bestehen der Zeitung handele es sich lediglich um einen etwa halbstündigen Vortrag am Messestand zum Thema "Presse- und Meinungsfreiheit – Verfolgte Autoren und Journalisten – Rückblick und Ausblick". Wenn die Messeleitung darauf bestehen sollte, daß eine solche Veranstaltung auf einer Buchmesse nicht stattfinden dürfe, so Dieter Stein, "dann unterstreicht das nur die Gefährdung, der die grundgesetzlich geschützte Presse- und Meinungsfreiheit hierzulande ausgesetzt ist".

Der JF-Chef betonte nochmals, daß er für ein Gespräch mit der Messeleitung jederzeit zur Ver-fügung stehe. Er könne sich kaum vorstellen, daß der Messe nicht an einer einvernehmlichen Lösung des Konflikts gelegen sei.

Unterdessen haben weitere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens den Appell für die Pressefreiheit unterzeichnet, mit dem die JF gegen ihre Aussperrung von der Leipziger Buchmesse protestiert. Zu den neuen Unterstützern gehören unter anderen der Schriftsteller Rolf Hochhuth, der britische Bestsellerautor Frederick Forsyth, der frühere Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit Carl-Dieter Spranger, der Direktor des Bundesrates a. D. Georg-Bernd Oschatz, der Berliner Historiker Jörg Friedrich, der Fernsehjournalist Franz Alt, einer der letzten lebenden Teilnehmer des 20. Juli 1944, Philipp Freiherr von Boeselager, das ehemalige Mitglied der Widerstandsgruppe "Weiße Rose", Susanne Zeller-Hirzel. Die Gesamtzahl der Unterzeichner des Appells hat inzwischen die Marke von 1.000 überstiegen, so JF-Chefredakteur Dieter Stein.

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