Multikulturelle Zeitbombe

Es hätte ein zweiter „11. September“ werden sollen. Britische Moslems versuchten, Flüssigsprengstoff in Flugzeuge, die in die USA hätten fliegen sollen, zu schmuggeln. Wäre es den Terroristen gelungen, die Bomben zu zünden, so hätte dies den britischen Behörden zufolge für über 3.000 Menschen den Tod bedeutet. In weiterer Folge wäre der internationale Flugverkehr über den Atlantik über Tage lahmgelegt und ein Börsen-Chaos unausweichlich gewesen. Der Umstand, daß fast alle inhaftierten Verdächtigen Muslime mit britischem Paß sind, zeigt einmal mehr, wie es um die Integrationsbereitschaft von Zuwanderern aus kulturfremden Regionen bestellt ist. Nach außen hin scheinbar „integriert“, gingen sie im Verborgenen ihren todbringenden Machenschaften nach – genauso wie die vier Selbstmordattentäter, die am 7. Juli 2005 in London 52 Menschen mit in den Tod rissen. Die jetzt vereitelten Anschläge sind nicht nur ein schlagender Beweis für das Scheitern der Zuwanderungspolitik mancher EU-Mitglieder, sondern zeigen, wie es um die „Multikulti-Idylle“ wirklich bestellt ist. Die hemmungslose Massenzuwanderung aus der islamischen Welt führt nicht zur „gegenseitigen Befruchtung der Kulturen“, wie ihre Apologeten unermüdlich predigen, sondern zum Entstehen einer multikulturellen Zeitbombe in Europa, die jederzeit explodieren kann. Trotz der mannigfaltigen Beweise für das Scheitern der multikulturellen Gesellschaft sind die gutmenschlichen Kreise keines bereit, ihren Irrtum zu erkennen. Statt dessen versuchen sie im moralinsauren Ton der political correctness den Spieß umzudrehen und die autochthonen europäischen Völker für die Untaten der Terroristen gewissermaßen verantwortlich zu machen. Weil die Moslems angeblich diskriminiert werden, sei es nicht verwunderlich, wenn nicht sogar eine zwangsläufige Entwicklung, daß diese in den islamistischen Untergrund abtauchen. Die Diskriminierungskeule wurde schon bei den Rassenunruhen in den französischen Vorstädten im letzten Herbst geschwungen, um die Randalierer von jeglicher Schuld reinzuwaschen. Damit die Bürger nicht die angeblichen multikulturellen Segnungen anzweifeln, ist getreu dem spätlinken Zeitgeist nicht der einzelne für seine Handlungen verantwortlich, sondern „die Gesellschaft“. Damit in Europa nicht eines Tages islamistische Gewaltakte zum Alltag werden, ist ein grundlegendes Umdenken erforderlich denn je. Nicht eine oberflächliche Integration ist von Zuwanderern aus islamischen Ländern oder anderen Teilen der Dritten Welt zu verlangen, sondern deren Assimilation in der Leitkultur ihres jeweiligen Gastlandes. Dazu zählt neben dem Erlernen der Sprache des Gastlandes die Annahme der jeweiligen Sitten und Gebräuche ebenso wie die vorbehaltlose Anerkennung der vielbeschworenen europäischen Werte, also jener des christlichen Abendlandes. Außerdem müßte sich die EU endlich dazu durchringen, nicht nur allen Versuchen verschiedener Mitgliedstaaten zu einer Massenlegalisierung illegaler Zuwanderer eine klare Absage zu erteilen, sondern vor allem die Weichen für eine pro-natalistische Politik zum Schutz der historisch gewachsenen europäischer Völker zu stellen. Andreas Mölzer ist Chefredakteur der Wiener Wochenzeitung „Zur Zeit“ und seit 2004 FPÖ-Europaabgeordneter

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