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Es gärt in der muslimischen Bevölkerung

In Geheimdienstkreisen trägt die britische Hauptstadt schon seit längerem den Spottnamen „Londonistan“. Kritisiert wird, daß die britischen Behörden radikale islamische Prediger und Aktivisten oft über Jahre unbehelligt ließen. So hat sich eine gut vernetzte Szene von fanatischen Muslimen etabliert, die es nicht nur bei Worten beläßt, sondern zu terroristischen Taten schreitet. Am 7. Juli 2005 rissen vier „Rucksackbomber“ 52 Fahrgäste mit in den Tod, über 700 wurden zum Teil schwer verletzt. Vergangene Woche konnte die Polizei zwei Dutzend verdächtige Muslime im Alter von 17 bis 35 Jahre festnehmen, denen sie konkrete Pläne zur Sprengung von bis zu zehn Flugzeugen vorwirft. Die Terrorgefahr ist noch lange nicht gebannt Innenminister John Reid sprach von „versuchtem Massenmord“, der in letzter Minute vereitelt werden konnte. Sicherheitskräfte hätten über Monate die Kommunikation der Verdächtigen überwacht. Bevor dann in London, High Wycombe und Birmingham der Zugriff erfolgte, hatte der pakistanische Geheimdienst die Überweisung einer größeren Geldsumme gemeldet. Es wird vermutet, daß damit Flugtickets finanziert werden sollten. Reid glaubt, daß die Verdächtigen in Zwei- bis Vier-Mann-Gruppen Transatlantikflugzeuge besteigen und diese mit Flüssigsprengstoff über US-Metropolen oder dem Meer in die Luft jagen wollten. Für Angst in der Bevölkerung haben Bemerkungen des Innenministers gesorgt, daß die Terrorgefahr mit den Festnahmen nicht gebannt sei. Bis zum Wochenende galt die höchste Alarmstufe. Seit 7. Juli 2005 seien „mindestens vier größere Anschläge“ im Vorfeld aufgedeckt worden, verriet Reid jetzt. Gegenwärtig beobachteten die Sicherheitskräfte rund ein Dutzend weitere Planungen für massive Attentate. Die Zahl der potentiellen Täter und Helfer in Großbritannien liege bei 1.200, meldeten britische Zeitungen unter Berufung auf das Innenministerium. Die Festgenommenen sind junge Muslime meist pakistanischer Herkunft, die als „gut integriert“ galten. Alle sprachen gutes Englisch, sie hatten staatliche Schulen besucht, hatten Arbeit und Familie. Mindestens zwei der verhinderten Attentäter waren zum Islam konvertiert. Einer von ihnen ist der 21jährige Don Stewart-Whyte, der sich „Abdul Waheed“ nennt. Er stammte aus High Wycombe, einem beschaulichen Ort westlich von London. Sein verstorbener Vater war Tory-Aktivist. Vor einem halben Jahr begann Stewart-Whyte, der zuvor Schul-, Alkohol- und Drogenprobleme hatte, sich dem Islam zuzuwenden. Vor einem Monat heiratete er eine Muslimin – zum Kummer seiner Mutter, wie die Nachbarn der Boulevard-Presse verrieten. Zu den intellektuellen Köpfen der Gruppe zählt offenbar Waheed Zaman aus Walthamstow. Der 21jährige studierte Biologie an der Londoner Metropolitan University und war Vorsitzender der dortigen Islamic Society. Für ein Studentenblatt verfaßte er regelmäßig Artikel zum Islam. Freunde berichten, daß Zaman die WTC-Anschläge als eine „jüdische Verschwörung“ ansah. Zugleich bewunderte er die Attentäter. Nur am Rande erwähnten die britischen Medien damals die Jubelfeiern am Abend des 11. September 2001, die es in zahlreichen Moscheen oder Vereinsheimen gab, etwa in der Londoner Finsbury Park Moschee. Erschreckend ist das hohe Maß an Zustimmung, das terroristische Anschläge auch beim moderaten Teil der etwa 1,7 Millionen Muslime auf der Insel finden. Laut einer aktuellen Umfrage halten 23 Prozent selbst Attentate in Großbritannien für „gerechtfertigt“. Westliche „Provokationen“ entladen aufgestauten Haß Die schon 2001 von jungen Muslimen gehörten Losungen, die Gestalten wie Osama bin Laden als Helden verherrlichen, widerlegen auch die These, daß die Radikalisierung allein mit der britischen Beteiligung am Irak-Krieg zusammenhinge. Richtig ist aber, daß es in der „Community“ noch mehr gärt, seit im Nahen Osten der Konflikt eskaliert. In einem offenen Brief an den Premierminister haben 38 muslimische Organisationen nun eine außenpolitische Wende gefordert. Tony Blairs Politik liefere extremistischen Gruppen immer neue Argumente, warnen sie. Allerdings ist die Rhetorik der islamischen Vertreter selten von Selbstkritik, meist aber von Selbstmitleid geprägt. Die schärferen Sicherheitsvorkehrungen und die Antiterrorgesetzte wertet man als „Stigmatisierung“, die sich boshaft gegen Muslime richte. Daß die Polizei in Vierteln mit hohem Einwandereranteil besonders häufig Razzien durchführt und daß ein hoher Prozentsatz der dabei gefaßten Straftäter und der Insassen von Gefängnissen inzwischen Muslime sind, wird ebenfalls als „institutionelle Diskriminierung“ beklagt. In Stellungnahmen wird angeblich verbreitete „Islamophobie“ als Grund genannt, weshalb junge Muslime sich zunehmend absondern und zu extremistischen Gruppen tendieren müßten. In deren Kreisen wartet man nur auf weitere westliche „Provokationen“, um dem aufgestauten Haß freien Lauf zu lassen. Solange es nur verbale Entgleisungen sind, gibt sich die britische Polizei erstaunlich tolerant gegenüber Islamisten. Als anläßlich der Kontroverse um die dänischen Mohammed-Karikaturen (JF 13/06) vermummte Demonstrationen mitten in London auf Plakaten die Enthauptung von Islam-Kritikern forderten oder allen Europäern einen „echten Holocaust“ androhten, sahen Polizisten dem Treiben untätig zu. Ein Eingreifen hätte erneut als „Provokation“ gegolten; erst Wochen später wurden einige der Demonstranten verhaftet und wegen Aufruf zu Straftaten angeklagt. Die gesamte politische Klasse ist seit Jahren peinlich bemüht, jegliche Verbindung zwischen Islam und Terror zu leugnen. Die offizielle Sprachregelung lautet, daß es sich um „Mißbrauch“ der Religion handele. Blair selbst hat erklärt, er schätze den Islam als eine höchst friedfertige, brüderliche Religion. Nach eigenen Angaben liest er zur Entspannung immer wieder im Koran. Um so mehr hat ihn nun in Verlegenheit gebracht, daß US-Präsident George W. Bush in Reaktion auf die jüngsten Attentatspläne von einem Krieg gegen den „Islamo-Faschismus“ sprach.

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