Die grüne Bürgermeisterin Doris Janicki übt in der JUNGEN FREIHEIT heftige Kritik an multikultureller Gesellschaft und eigener Parteiführung / Lob für Berlins “Multikulti-Kritiker“, SPD-Bürgermeister Heinz Buschkowsky

Heftige Kritik an ihrer Parteiführung und an der multikulturellen Gesellschaft übt die grüne Duisburger Bürgermeisterin Doris Janicki in einem Interview mit der in Berlin erschienenen Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT. Janicki kritisiert, die Parteiführung verschließe vor der multikulturellen Realität in Städten wie Duisburg die Augen: “Solche Tatsachen passen nicht ins ideale grüne Weltbild … ich möchte die Grünen in Berlin daran erinnern, daß es nichts nützt, die multikulturelle Gesellschaft nur zu postulieren."

Die langjährige Kommunalpolitikerin stimmt außerdem dem als “Multikulti-Kritiker" bundesweit bekannt gewordenen SPD-Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Heinz Buschkowsky, zu. Dieser hatte nach dem Mord an Theo van Gogh in Holland das Scheitern der multikulturellen Gesellschaft auch in Deutschland festgestellt. Janicki: “Ich halte für richtig, was er gesagt hat." Auch sie sei mit “der ganzen Palette der bekannten Integrationsprobleme" konfrontiert, “es sind ausgerechnet die Migranten, die ihre Probleme mit der multikulturellen Gesellschaft haben … die Grünen müssen lernen, mit diesen Fakten umzugehen". “Ich will nichts beschönigen", so Janicki, “der Weg ist viel steiniger, als wir gedacht haben."

Doris Janicki ist 1. Bürgermeisterin von Duisburg und Ex-Fraktionschefin der Grünen im Stadtrat.

V.i.S.d.P.: Thorsten Thaler, Chef vom Dienst, Hohenzollerndamm 27a, 10713 Berlin

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