Opfer rechter Gewalt?

In Wahlkampfzeiten ist man mittlerweile daran gewöhnt, daß Plakate gewisser Parteien eine äußerst beschränkte Halbwertszeit haben, da vorzugsweise Personen der „autonomen Antifa“ Werbung für andere politische Meinungen nur schwer verkraften können. In Potsdam wurde jüngst die „Splitterpartei“ CDU (1998: neun Prozent) Opfer des Plakatfrevels. Da allerdings das Konterfei des bayerischen Kandidaten mit einem Hakenkreuz verunziert wurde, ist diesmal sogar die Polizei aktiv geworden. Sie rief um die mitternächtliche Stunde den CDU-Kandidaten Wieland Niekisch zu Hause an und forderte ihn auf, das verfassungsfeindliche Zeichen möglichst umgehend vom Stoiber-Plakat zu entfernen. Da Niekisch jedoch für diesen schwerwiegenden Rechtsbruch nicht seinen Gang ins Bett unterbrechen wollte, konnte er mit den Beamten aushandeln, daß sie höchstselbst die beschmierte Nase des Bayern ausrissen, um dem Rechtsstaat in der Preußenstadt Genüge zu tun.

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