Visionslos

Einstand gelungen. Trainer Jupp Heynckes feierte mit dem FC Bayern einen 2:1-Sieg über Borussia Mönchengladbach. Damit wahrte der deutsche Rekordmeister seine Chancen auf den Titel. Ein knapper Heimsieg über einen Abstiegskandidaten wäre allerdings auch mit Jürgen Klinsmann wahrscheinlich gewesen. Doch insbesondere Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG, konnte sich ein erfolgreiches Saisonende mit dem einstigen Nationaltrainer nicht mehr vorstellen. Dabei war es doch Rummenigge gewesen, der bei der Verpflichtung von Klinsmann – im Gegensatz zum skeptischen Manager Uli Hoeneß – von einem Aufbruch in ein neues Zeitalter sprach. Rummenigge zeigte sich von Klinsmanns Visionen begeistert. Mit dessen Trainerstab scheint sich der Vorstandsvorsitzende jedoch nicht beschäftigt zu haben. Als er auf der Pressekonferenz die Namen der entlassenen Trainer nannte, mußte er mehrmals auf seinen Zettel schauen. Bei Oliver Schmidtlein, dem gesamtverantwortlichen Fitneß- und Rehatrainer, geriet er gar ins Stottern: „Und der äh, äh Schmidtlein, der – glaube ich – für die Fitneß zuständig war.“ Stellt sich die Frage: Wann wird Rummenigge vor die Tür gesetzt?

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